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Do it yourself – Innenraumgestaltung selbst gemacht

Jan
01

Mauern einer Wand

Kategorie: Projekte

Eine massive, solide Wand ist Grundlage für alle weiteren Baumaßnahmen. Bei der Errichtung sollte man  in erster Linie auf Standfestigkeit und Lastverteilung(Verband) achten, aber auch das Lot und Flucht müssen stimmen.

Nachfolgend wird beschrieben wie eine 24cm starke Wand traditionell im Halbsteinverband aus Kalksandvollsteinen (3DF) gemauert wird. Sie wird auf einer Bodenplatte ohne Unterkellerung gemauert, und steht für sich alleine.

Werkzeug:

  • Wasserwaage (wenigstens 1,00m lang)
  • große Viereckskelle/Dreieckskelle
  • Maurerhammer
  • Maurerschnur
  • Mörtelkübel
  • Eimer groß
  • elektrischer Rührer
  • Schnurschlag

Material:

  • Kalksandsteine (Format 3DF = 17,5x24x11,3cm)
  • Mauermörtel Mörtelgruppe II
  • besandete Mauerwerkssperre( gegen aufsteigende Feuchtigkeit)
Mauer und Putzmörtel

Mauer und Putzmörtel

Die Menge der benötigten Kalksandsteine(KS) errechnet man  indem man sich die Fläche der zu mauernden Wand
ausrechnet. Beim 3DF Stein benötigt man für ein Quadratmeter 33 Steine.
33 x Wandfläche = Steinmenge

Die Mörtelmenge wird errechnet in dem man die Wandfläche mit 29l multipliziert.
29 x Wandfläche = Mörtelmenge in Litern

Kalksandstein 3DF

Kalksandstein 3DF

Der Untergrund der Mauer

Als Untergrund für die Wand sollte ein ordentliches Fundament oder eine Bodenplatte zur Verfügung stehen.
Die Statische beanspruchung sollte vorher abgeklärt werden.
In diesen Fallbeispiel soll die Wand auf einer Bodenplatte entstehen. Um die Lage der Wand genau zu bestimmen, wird diese zu erst einmal eingemessen(auf Rechtwinkligkeit achten). Nachdem die Makierungen auf dem sauber gefegten Boden gezeichnet wurden, verwendet man den Schnurschlag um die Flucht Optisch darzustellen.
Nun rührt man sich Mauermörtel  dünn ein und verteilt diesen mit einer Kelle entlang der Makierung. Dabei etwas Abstand zu dem Strich lassen, er wird noch benötigt. Ist dies getan rollt man die Mauerwerksperre auf dem Mörtelbett
aus und drückt diese leicht an. Am späteren Wandende wird die Sperre mit einem Cuttermesser abgetrennt. Bei der Sperre ist darauf zu achten das genügend  Überstand nach den Seiten bleibt, das ist später für die Abdichtung der Bodenplatte wichtig. Sind diese Arbeitschritte getan kann gemauert werden.

Das Mauern

Nachdem der Mörtel in dem Mörtelkübel eingerührt ist, nimmt man sich seine Kelle und den ersten Stein.
Zu beginn wird das sogenannte Schnurmauerwerk errichtet, das bedeutet das am Anfang und am Ende der Wand in abgetreppter Form die Wand auf ca.4-5 Schichten hochgemauert wird. Dabei wird immer von zwei Seiten mit der Wasserwaage gelotet(es sollte immer an den selben stellen gelotet werden).
Stehen die Schnurmauern, so wird eine Mauerschnur in der ersten Schicht befestigt. Diese Schnur zeigt  die Flucht und gibt die Höhe der Schicht vor.

In bestimmten wenigen Fällen (zB. bei Außenwänden) ist es notwendig nach der 2 schicht nochmals eine Mauerwerkssperre einzulegen, dies ist vor Ort abzuklären und in diesen Fall nicht erforderlich,da es sich um eine Innenwand handelt. In den meisten Fällen wird auf diese zweite Sperre verzichtet, da in diesen Bereich eine Mauerwerksabdichtung in Form von Dichtschlämme aufgetragen wird(Außenwände) .

Beim Mauern selber achtet man darauf das der Mörtelkübel maximal einen guten Schritt weit von der Wand entfernt steht. Das ersparrt Kraft und Zeit. Der Maurer hält in einer Hand die Kelle und in der anderen den Stein, zuerst wird mit der Kelle der Mörtel für die Lagerfuge ausgelegt. Danach wird etwas Mörtel auf die eine Seite des Steines gegeben, dies stellt die Stoßfuge dar. Nun wird der Stein der sich in der Hand befindet in das Mörtelbett gedrückt und nach der Schnur ausgerichtet. Wer sich sehr unsicher ist darf auch mal die Wasserwaage zur Kontrolle benutzen.
Die Lagerfuge sollte ein(Theoretisches) Maß von 1,2cm und die Stoßfuge von 1cm haben. Die Bezeichnung Halbsteinverband leitet sich von dem Überbindemaß eines halben Steines ab. Dieses Maß ergibt sich wenn am Anfang jeder zweiten Schicht ein halb geschlagener Stein gemauert wird.

Sind die ersten 4-5 Schichten hochgemauert, beginnt man wieder an den beiden Enden die Schnurmauern hochzuziehen. Danach wieder das Zwischenmauerwerk usw. Diese Prozedur wiederholt sich bis die Wand ihre vorgesehene Höhe erreicht hat.-Do it Yourself  !

Wand im Halbsteinverband gemauert

Wand im Halbsteinverband

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