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Do it yourself – Innenraumgestaltung selbst gemacht

Aug
09

Verputzen einer Wand

Kategorie: Putzen

Herstellung eines einlagigen Putzes
Unverputztes Mauerwerk sieht nicht nur unschön aus, sondern ist auch noch uneben. Um diesen Zustand zu verändern, werde ich im Anschluss schildern wie man eine Wand verputzt.
Auf den fertigen einlagigen Putz kann nach Bedarf ein Anstrich oder eine zweite Lage (Oberputz) aufgebracht werden.

Material:

  • Putz und Mauermörtel (in ausreichender Menge, siehe Herstellerangaben)
  • Putzprofile (Sockelschienen, Abschlussschienen, Eckschutzschienen)
  • Putzprofilansetzmörtel

Werkzeug:

  • große und kleine Vierecks Kelle, Glättkelle
  • Mörtelkübel zum anrühren
  • Kartätche
  • Blechschere
  • elektrischer Rührer
  • Reibebrett (aus Hartgummi)

Arbeitsablauf:

Ich gehe hier von einer neu gemauerten Wand aus, bei der wir zunächst die Putzprofile setzen.
Man unterscheidet diese in Eckschutzschienen, Abschlussschienen, Rundbogenschienen und Sockelschienen und Außen- bzw. Innenbereich.
Für den Außenbereich gibt es verzinkte Profile mit Weißer Plaste Kante und Besandete (gräulich). Die für den Innenbereich sind nur verzinkt.
Ich persönlich favoritisiere Profile mit breiten Metallgewebeschenkeln – die lassen sich wesentlich besser verarbeiten.

Putzprofile setzen:

Um die Profile auf Maß zu schneiden benutzt man am besten eine Blechschere, man hält die entsprechende Putzschiene an die stelle wo ich sie später befestigen werde und gebe noch einen guten cm hinzu.
Als nächstes befestige ich die Profile mit dem dafür eingerührten Ansetzmörtel (Achtung: nicht zu viel einrühren- er bindet ziemlich schnell ab) , die Eckschutzschienen an den Ecken, die Abschlussschienen an den jeweiligen abschlüssen und die Sockelschiene wie der Name schon sagt am sockel.
Die Profile werden in Lot, Flucht und mit der Wasserwaage überprüft.
Sind alle Profile an der Wand gesetzt wird ihnen wenigstens ein knapper Tag Ruhe gegönnt. Das heißt, fängt man zu früh an die Profile zu belasten, werden sie wahrscheinlich abfallen und all die Arbeit war umsonst.

Angesetzte Putzschienen

Angesetzte Putzschienen

Das Putzen:


Nach genannter Aushärtezeit des Ansetzmörtels können wir uns jetzt den Putz einrühren, in diesem Fall ein Normaler Kalk-Zementmörtel zum Mauern oder Putzen. Dieser wird etwas dünner in der Konsistenz angerührt als wir ihn zum Mauern nehmen würden.
Zum Anrühren bitte ein geeignetes Rührwerk mit entsprechender Kraft verwenden. Ist der Putz eingerührt beginnt man mit dem Auftragen .

Wie trage ich den Putz auf ?

Es gibt 3 gängige Prozeduren.

Erstens: das Anwerfen des Mörtels ,

wird meist mit einer großen Dreieckskelle durchgeführt.

  • Vorteil: geht schnell
  • Nachteil: benötigt Übung und ein Umfeld das “verdreckt” werden kann, es spritzt nämlich .

Zweitens: das maschienelle Auftragen mit Hilfe einer Putzmaschiene.

  • Vorteil: große Zeitersparnis-viel Fläche in kurzer Zeit
  • Nachteil: ziemlich teuer, Kenntnisse mit dem Umgang der Maschine, zusätzliche Arbeiten wie Abkleben und Putzmaschienen-Reinigung.

Drittens: was meiner meinung nach für die meisten in Frage käme ist der Auftrag mit der Viereckskelle und derGlättkelle

  • Vorteil: kaum Kenntnisse erforderlich, nicht teuer, zusätzlicher Dreck hält sich in Grenzen
    Nachteil: dauert etwas.

Um ein zu rasches Ansteifen des aufgebrachten Putzes zu verhindern wird die Wand zunächst vorgenässt. In manchen Fällen kann man auch grundieren, meist reicht aber Wasser.

Jetzt wird eine entsprechende Menge Putzmörtel mit der Viereckskelle auf die Glättkelle gegeben und damit auf die Wand gezogen.
Diesen Arbeitschritt wiederholt man bis eine kleine Fläche von ca. 1m2 auf die Wand aufgetragen ist, und behilft sich nun der Kartätche. Mit dieser zieht man von rechts nach links, dann einmal umgekehrt ,und zum schluss noch einmal von unten nach oben. Wenn möglich sollte man unbedingt auf den Profilen mit der Kartätche abziehen. Nun sollte die Putzfläche schon relativ glatt und eben sein (je nach dem wie man vorher aufgetragen hat), noch vorhandene Löcher werden am besten mit dem Putz der sich auf der Kartätche befindet geschlossen.
Die Arbeitsschritte mit der Kartätche und dem auftragen des Putzes setzen sich solange fort bis ich eine fertige Wandfläche mit flächigem, lochfreiem Putz habe . Nach leichten Anziehen des Putzes ist es sinnvoll mit einem Flächenrabot über die Putzfläche zu gehen. Durch ihn werden Unebenheiten entfernt .

Flächen-Rabot

Flächen-Rabot

Wenn der Putz genug angezogen ist, wird die ganze Putzfläche mit einem Reibebrett und Wasser abgerieben. Das Abreiben schließt nochmal das Gefüge des Putzes und kleinere Unebenheiten und Löcher werden damit ausgeglichen bzw. geschlossen.

Arbeiten mit dem Reibebrett

Arbeiten mit dem Reibebrett

Nach entsprechender Aushärtung/Austrocknung (im Außenbereich sagt man 1,0 mm pro Tag – 1,4 cm sind Regelputzdicke) kann dann entweder ein Farbanstrich oder ein Oberputz zur weiteren optischen Aufwertung der Wand aufgetragen werden.
Für was sich auch entschieden wird, wichtig ist nur – vorher grundieren.

Fertig ist der einlagige Putz an einer Wand! Ich sag nur Do it yourself!

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