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Das Strukturieren einer Wand/Decke
Kategorie: PutzenDas Strukturieren
Vorweg nochmal die Erklärung, das sogenannte Strukturieren ist das Verputzen einer Wand mit einem Oberputz/Edelputz.
Dieser wird auf die Wand aufgetragen und mit Hilfe eines Reibebrettes gerieben (Strukturiert).
Ich setze hier vorraus das ein geeigneter Untergrund vorhanden ist. Es kann sich dabei um Rigipswände, Gipsputzwände, oder Wände die mit einem Kalk-Zementputz als Unterputz versehen wurden, handeln.
Wichtig ist vor dem Strukturieren unbedingt die Fläche zu Grundieren.
Material:
- Grundierung ( am besten mit Quarzsand-anteil, ist aber kein muss)
- Edelputz (zb. Scheibenputz oder Münchener Rauhputz in gewünschter Körnung)
- Abklebe- und Abdeckmaterial
Werkzeug:
- geeignetes Reibebrett ( mein Favorit: Styroporreibebrett)
- Elektrischer Rührer
- Glättkelle
- Mörtelkübel
- Viereckskelle (Groß)
- 2-3 Eimer
- Malerrolle mit Telestange
- Heizkörperpinsel
Der Arbeitsablauf des Strukturierens:
Nachdem man die Umgebung der Fläche beräumt hat, und angrenzende Bauteile vor Verschmutzung geschützt hat (Abkleben/Abdecken), beginnt man mit dem Grundieren. Hierzu wird die Grundierung mit der Malerrolle auf die großen Flächen aufgetragen. Für kleine bzw. schwer erreichbare Stellen wird der Pinsel benutzt. Es ist auf ein Flächendeckendes und gleichmäßiges Grundieren zu achten.
Jetzt lässt man die Grundierung 24 Stunden Trocknen.
Das Putz anrühren:
Die Putzmenge richtet sich nach der Fläche, zur Mengenermittlung helfen die Herstellerangaben auf den Putzgebinden. Kleiner Tipp: besser etwas mehr kaufen als wenn nachher ein halber Quadratmeter an der Wand fehlt!
Man gibt etwas Wasser in den Mörtelkübel und gibt den Putz dazu, nun beginnt man mit dem Handrührgerät den Putz und das Wasser zu vermischen. Der Putz sollte eine nicht zu Dicke konsistenz haben, er sollte gut von der Kelle gleiten und leicht aufzuziehen gehen. Ist die Konsistenz erreicht, wird dem Putz nochmal gute 5 min zum Quellen gegeben.
Danach wird er nochmals gut durchgerührt, und in den Eimer umgefüllt.
Das Aufziehen:
Nun beginnt man mit dem Aufziehen, das bedeutet das man mit Hilfe der Viereckskelle und einer Glättkelle den Putz auf die Wand aufträgt. Dazu wird die Glättkelle ziemlich steil gehalten und nach oben gezogen. Dabei sollte ein deutliches Kratzgeräusch zu hören sein. Es ist ratsam, nachdem man eine kleine Fläche vorgezogen hat, nochmals die Fläche mit der Glättkelle abzuziehen. Diese wird dazu noch steiler gehalten, man nennt das auf Kornstärke abziehen . Wichtig : sollte die Fläche größer sein, ist es ratsam diese Arbeiten mit mehreren Personen auszuführen-da man sonst nicht mit dem Strukturieren hinterherkommt. Das verhältnis hierbei wäre, 1 Strukturierer kommt auf zwei Aufzieher oder zwei Strukturierer kommen auf 5 Aufzieher.
Ist die Fläche aufgezogen beginnt man mit dem Strukturieren.
Das Strukturieren:
Zum Strukturieren wird die vorher aufgezogene Fläche mit dem Reibebrett abgerieben. Dazu werden mit dem Brett kreisförmige oder achtförmige Bewegungen ausgeführt. Bei manchen putzen wie zb. dem Münchner Rauputz gehen
auch auf und ab oder hin und her Bewegungen, ganz nach dem Optischen Anspruch dem man hat.
Hilfreich ist es , öftermal das Reibebrett mit der Viereckskelle von dem daran haftenden Schlamm zu befreien. Diesen
Schlamm hat man sonst unschöne Schlieren zu verdanken.
Meint man mit dem Strukturieren der Fläche fertig zu sein, tritt man ein paar Meter zurück und lässt die Fläche auf sich wirken. Man sucht mit dem Auge nochmals nach Schlieren oder gar ungeriebenen Stellen im Putz. Solange der Putz noch frisch ist kann man nochmal vorsichtig nachreiben.
Ist man fertig, entfernt man Klebebänder und Folien, und schützt die Putzfläche vor Regen, Sonne oder Wind.
Allgemeiner Tipp: Es empfiehlt sich immer auf eine geputzte Fläche im Außenbereich einen Egaliesierungsanstrich (ist eine Art Fassadenfarbe) aufzubringen. Er sorgt für eine gleichmäßige Optik und schützt den Putz zusätzlich.
Damit wäre die Wand fertig Strukturiert – Do it Yourself !



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