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Gipsputz /Weißputz
Kategorie: PutzenPutzen mit Gipsputz
Gipsputz (auch Weißputz genannt) eignet sich sehr gut für Innenräume bei denen man Wert auf eine glatte ebene Oberfläche legt. Dieser Putz ist auch empfehlenswert wenn man auf Tapete verzichten möchte, er kann einfach mit Farbe übergerollt werden. Gipsputz sollte nicht in Kellerräumen geputzt werden, da er die Feuchtigkeit bindet und es zu Schimmelbildungen kommen kann.
Nachfolgend wird beschrieben wie eine Wand von Hand mit Gipsputz verputzt wird.
Werkzeug:
- Malerrolle und Pinsel
- kleine und große Viereckskelle
- Glättkelle
- Kartätsche (Länge sollte nach Putzflächengröße gewählt werden)
- sauberer Mörtelkübel
- Flächenspachtel
- Schwammbrett
- Eckkelle
- Putzmesser/Trapezkartätche (Länge sollte nach Putzflächengröße gewählt werden)
- Elektrischer Rührer
- großer Eimer
- Eckenrabot
Material:
- Putzgips (zB. Rotband besser Maxit IP22 oder Knauf MP75) in ausreichender Menge (siehe Herstellerangaben)
- Putzschienen (Eckschutz-Abschlusschienen)
- Aufbrennsperre (Grundierung)
- Holzbretter (zum Einlatten)
Arbeitsablauf:
Das Verputzen per Hand macht nur bei kleineren Räumen/Flächen sinn. Bei großen Räumen sollte man in Erwägung ziehen, sich eine Putzmaschiene auszuleihen. Aus diesen Grund beschreibe ich hier das Verputzen eines kleinen Raumes ca. 2,00m x 2,00m mit einer Deckenhöhe von 2,80m.
Vorarbeiten
Vor Beginn des eigentlichen Putzens sind ein paar Vorarbeiten nötig. Ganz am Anfang wird natürlich alles abgeklebt was nicht verdreckt werden soll. Dann fängt man an die Putzschienen zu setzen. Man setzt oberhalb von Türstürzen eine Abschlussschiene, sollte ein Fenster in der Wand sein werden auch dort an den Laibungen entsprechend Eckschlusschienen gesetzt. Beim setzen der Schienen wird eine Putzstärke von 1cm berücksichtigt (auf der Fläche). Die Schienen können mit dem selben Putz angesetzt werden, mit dem man später Putzt. Es ist von Vorteil vorher größere vorhandene Löcher in der Wand zu Schließen. Nachdem der Schienenansetzmörtel ausgehärtet ist, wird die Tür mit Putzbrettern eingelattet. Nun kann die Fläche mit der Aufbrennsperre.grundiert werden. Diese Grundierung kann man in den meisten Fällen verdünnen, oft bekommt man aus einem Eimer zwei ganze heraus, wenn man den Rest mit Wasser verdünnt. Bei stark saugenden Untergründen wie zB. Porenbetonsteinen sollte man entweder zwei mal grundieren, oder die Grundierung nicht zu stark verdünnen.
Grundiert wird mit Malerrolle in der Fläche und den Pinsel für die schlecht zugänglichen Stellen.
Sind diese Arbeitschritte getan, lässt man die Grundierung einen knappen Tag trocknen.
Putzen
Wichtig ist es alle Werkzeuge in der Nähe zu haben, damit ein flüssiger Arbeitsablauf gewährleistet ist. Man rührt sich als erstes ein bis eineinhalb Sack Putz in den großen Mörtelkübel ein. Der Putz wird so lange gerührt bis er eine Cremig-Steife Konsistenz hat.
Das Auftragen
Nun nimmt man sich seine große Viereckskelle und seine Glättkelle und fängt in einer der oberen Ecken an den Putz aufzutragen. Dabei gibt man mit der Viereckskelle den Putz auf die Glättkelle, und zieht den Putz mit dieser auf die Wandoberfläche. Dabei versucht man eine Auftragsstärke von einem Zentimeter zu erreichen. In dieser Art und weise werden ca. 2 Quadratmeter aufgezogen. Dann Greift man zu seiner Kartätsche und beginnt mit ihr von Links nach Rechts, dann umgekehrt und zum Schluss von unten nach oben den Putz aufzuziehen. Der Putz sollte danach glatt und flächig sein, ist er das nicht schließt man noch vorhandene Löcher mit dem Putz der sich auf der Kartätche befindet und wiederholt die Prozedur des aufziehens. So arbeitet man sich weiter fort bis die Wand komplett fertig ist. Es ist zu erwähnen das man die ganze Zeit über ein zügiges Arbeitstempo anstrebt, da der eingerührte Putz nur ein Bestreben hat – er möchte Erhärten!
Sehr wichtig ist, das nur soviel Putz an die Wand gebracht wird wie ich in der Anzieh-Zeit bearbeiten kann. Das bedeutet das man beim Auftragen des Putzes immer mal mit der Hand die Konsistenz des Putzes erfühlt, welcher als erstes aufgetragen wurde.
Kann ich meine Hand leicht auf die Putzoberfläche legen und sie hinterlässt beim wegnehmen nur noch wenige Spuren auf der Fläche, dann ist das das Zeichen für den nächsten Arbeitsschritt.
- Verputzte Öffnung
- Verputzte Fensterlaibung
- Putzmaschiene G4
Das Abmessern
Abgemessert wird mit einem Putzmesser, dieses sieht ähnlich aus wie eine Kartätsche, ist aber verwindungsteifer. Mit diesem Werkzeug messert man die Fläche ab, dazu hält man das Putzmesser sehr steil.
Man zieht das Messer auch wieder von links nach rechts, umgekehrt und von oben nach unten. Dieser Arbeitsgang sorgt dafür das wir nach dem Abmessern eine sehr plane flächige Wand haben welche keine Beulen oder
ähnliches mehr aufweist.
Das Vorglätten
Danach nimmt man den Flächenspachtel zur Hand, dieser sollte wenn man ihn von der Seite betrachtet, zu einer Seite mehr geneigt sein. Er erhält durch die Neigung eine Seite zum Glätten und eine zum Putz “abschaben”. Mit dem Flächenspachtel und der Eckkelle sorgt man nun dafür das die Wand vorgeglättet wird. Dazu schabt man mit dem
Flächenspachtel(mit der entsprechenden Seite) die Sinterhaut leicht ab, füllt mit dem Putz auf dem Flächenspachtel kleinste Löcher auf und glättet mit der anderen Seite des Flächenspachtels(Flach halten)die Fläche ab.
An einer Ecke lässt man mit Gefühl einen Eckenrabot im Icksel heruntergleiten, als nächstes wird die Ecke mit der Eckkelle geglättet- Diese wird dazu immer in Griffrichtung nach oben und nach unten gezogen, bis die Ecke glatt und lochfrei ist. Ist die ganze Wand durchgeglättet lässt man den Putz weitere Zeit ansteifen.
Das Schwämmeln
Nun folgt das Schwämmeln, diese Tätigkeit führt man mit dem Schwammbrett durch. Dabei wird die Wand idealer Weise mit einem Schlauch und einer feinen Düse angenässt.
Nach wiederholten Annässen nimmt man sich das Schwammbrett und führt mit ihm Reibebewegungen auf dem Putz durch. Es sollten mittelgroße Kreise gerieben werden. In den Ecken wird das Schwammbrett leicht von Oben nach unten Rutschen gelassen.
Das Abglätten
Ist fertig geschwämmelt, nimmt man sich abermals den Flächenspachtel und die Eckkelle und glättet die Wand komplett ab. Angefangen wird damit immer oberhalb. Nach Beendigung dieses Arbeitschrittes sollte man eine Putzoberfläche mit einem glatten, geschlossenen Gefüge vor sich haben.
Hinweis: Alle die sich nach dem Putzen über entstehende dunkle Flecken an den Wänden wundern den sei versichert das dies ganz normal sei. Die Putzoberfläche trocknet nämlich nicht gleichmäßig ab, da ja zB. das Mauerwerk auf dem geputzt wurde auch nicht Hundert Prozentig Plan ist.
Nachbehandlung
Wer es Spiegelglatt haben möchte der wartet 4-8 Stunden und führt einen Nassschliff durch. Dabei wird die Wand nochmals genässt und mit dem Flächenspachtel sehr flach abgezogen. Man sollte dabei etwas stärkeren Druck ausüben.
Sollte der Gipsputz verbindung zu Gipskarton oder anderen stark arbeitenden Materialien haben, müssen diese durch eine Fuge (einschneiden) voneinander getrennt sein.
Fertig ist der selbstverputzte Raum mit Gipsputz-Do it Yourself !



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