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Okt
05

Trockenbau

Kategorie: Materialien

Einbau von Rigipskonstruktionen/Trockenbau

Rigips eignet sich als Werkstoff sehr für den Einsatz in bereits Bewohnten Räumen da er unproblematisch zu Transportieren ist,  man sehr  wenig zusätzliche Naß-Baustoffe benötigt und sich der “Dreck” der entsteht in grenzen hält. Der Standartmäßige  Trockenbau besteht aus der Unterkonstruktion (z.B. Ständerwerk aus Metall) und den darauf geschraubten Gipskartonplatten die zum schluss verspachtelt werden.

Die Vorarbeiten:

Egal ob Küche, Bad ,oder Büro als erstes heißt es Baufreiheit schaffen und den Fußboden mit einer belastbaren Folie auslegen, diese am Untergrund mit Klebeband Fixieren damit nichts verrutscht. Als nächstes werden die Möbel im Raum beiseite geschoben oder entfernt. Entscheidet man sich dafür die Möbel im Raum zu lassen, ist es sehr wichtig diese mit einer leichten Malerfolie abzudecken, damit z.B. die exquisiten Büromöbel nicht beschädigt werden. Für die Lagerung der Baumaterialien sollte ein Ort in der Nähe des Projektes gewählt werden, da man sonst seine Zeit für das hin und her laufen verschwendet.

Die Unterkonstruktion:

Sie wird aus den sogenannten CW-Profilen für die Vertikale, und UW-Profilen für die Horizontale hergestellt.
Beim herstellen von Trockenbauwänden werden die UW-Profile zunächst mit einer Anschlussdichtung versehen, welche auf die Profile geklebt werden. Danach werden die UW-Profile Unterhalb und Oberhalb an die markierte Stelle gedübelt oder geschraubt. Nun folgen in der Vertikalen die CW-Profile, man stellt davon eins links und eins rechts an die Wände und befestigt diese  wie die UW-Profile mit Dübeln oder Schrauben (auch hier die Anschlussdichtung nicht vergessen und das Lot kontrollieren). Die weiteren CW- Profile teilt man auf die Länge der Wand auf und stellt sie in die UW-Profile, wobei man die Breite der Gipskartonplatte als Rastermaß nimmt. Das heist bei einer Platte mit den Maßen Länge 2,00m x Breite 1,25 würden meine CW-Profile alle 62,5 cm auseinander stehen. Zum befestigen der aufgeteilten CW-Profile werden Blechschrauben oder eine Art Vernietungszange benutzt.
Ist in der Wand eine Tür vorgesehen wird diese mit U-Aussteifungsprofilen in der Vertikalen ausgebildet, hierbei ist die breite der Späteren Einbau Türzarge zu beachten. Die Türzarge wird mit den Austteifungsprofilen verbunden. Den Türsturz stellt man aus einem UW-Profil her, bei den die Enden etwas länger als die Tür Breit ist gelassen werden. Die Enden werden um 90° verbogen und an die U-Austeifungsprofile geschraubt.
Bei Decken kann die Unterkonstruktion aus Holz oder Metall bestehen. Auch hier gibt es im Handel Verschiedene Abhängesysteme. Der Aufbau hier ist ein Deckenprofil (Grund-Tragprofil) welches an Direktabhängern oder Speziellen anderen Abhängesystemen an die alte Decke befestigt wird (vorher alte Decke auf Tragfähigkeit prüfen!).  Auf die Deckenprofile werden die Gipskartonplatten geschraubt.

Ständerwerk

Die Gipskartonplatten:

Gipskartonplatten (umgangssprachlich Rigipsplatten genannt) werden mit Hilfe von Schnellbauschrauben auf der Unterkonstruktion befestigt. Es gibt verschiedene Stärken, Größen und Anwendungsmöglichkeiten.
Beim sogenannten “Beplanken”, werden die Platten im Versatz an die Profile geschraubt. Der Versatz dient dazu der Wand stabilität zu geben. Beim doppelten Beplanken wird im Versatz zur ersten Beplankung gearbeitet das heist keine Fugen übereinander!
Ist eine Seite geschlossen, können von der anderen Seite Elektro- oder Sanitärinstallationen sowie Vorbereitungen für besondere Lastaufnahmen (z.B. Einbau einer Bohle, an der später der Küchenschrank hängen soll) eingebaut werden. Zu guter letzt wird der Hohlraum der Wand mit Dämmstoff aufgefüllt, dadurch wird eine Verbesserung des Schallschutzes erzielt. Jetzt wird auch die andere Wandseite mit Gipskartonplatten geschlossen.

Beplanken von Ständerwerk

Beplanken von Ständerwerk

Das Spachteln:

Um die fast fertige Wand optisch aufzuwerten werden nun die Schraublöcher und die Fugen zwischen den Platten verspachtelt. Als Werkzeug dienen hier eine kleine Viereckskelle und eine Glättkelle sowie eine art “Kastenform” in der man die Spachtelmasse anrührt. Im Handel gibt es spezielle Gipsspachtelmassen, es sollte da jeder selber seinen Favoriten wählen. Es empfiehlt sich in die Fugen einen Glasfaser Bewehrungsstreifen einzuarbeiten da dieser nachträgliche Risse vermeidet.
Vom Arbeitsablauf her ist es ratsam die Fuge einmal mit Spachtelmasse vorzudrücken und dabei den Bewehrungstreifen einzulegen. Man lässt die Fuge Trocknen und Stößt , wenn man gut beim ersten mal gespachtelt hat, nur grob mit der Glättkelle die Fuge einmal entlang. Jetzt wird das zweite mal gespachtelt und darauf geachtet das keine Löcher oder Striemen zu sehen sind. Die Fugen werden abermals trocknen gelassen.
Dann werden sie mit einem 80er oder 100er Schleifpapier geschliffen, bis sie glatt und Flächig sind.

Spachtelmasse

Spachtelmasse

Tipp: der Profi schleift mit der einen Hand und erfühlt die Ebenheit mit der anderen.


Sollte das Ergebniss nicht überzeugen – nochmal Spachteln,Trochnen lassen und Schleifen. Alle Übergänge zu anderen Bauteilen (Wände, Decken) werden mit einer dauerelastischen Fuge versehen (Acryl).


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