Raumparadies – Der Blog für Raumgestaltung

Do it yourself – Innenraumgestaltung selbst gemacht

Aug
17

Ein neuer Anstrich für den Raum

Kategorie: Farbgestaltung

Ich habe mir ein neues Schlafsofa gekauft. Nun muss auch das Zimmer einen neuen Anstrich bekommen.
Aber wie machts der Profi der Raumgestaltung?

Material für den neuen Anstrich rundum das Schlafsofa:

  • 50er Kreppband ( die Zahl 50 bezieht sich auf Breite des Kreppbandes also 50 mm breit)
  • Folientesa 240er (die Zahl 240 bezieht sich auf Breite des Tesas also 240 mm breit)
  • Teleskopstange
  • Heizkörperpinsel/Maus/Rolle 24er jeweils mit dem passenden Gestänge(24=24 cm breite Rolle)
  • Farbe
  • Leiter
  • Abstreichgitter Spachtel/Cutter/Abstauber
  • leerer Farbeimer/Müllsack

Arbeitsablauf zur Raumgestaltung:

Ich habe damit begonnen, alles was ohne große Probleme aus dem Zimmer raus zu nehmen war, raus zu nehmen. Danach wurde der ganze Fußboden mit Malerteppich ausgelegt, so das, dass Laminat, Parkett oder der Teppich nicht mehr zu sehen war. Den Malerteppich fixierte ich mit Kreppband an den Fußleisten, somit kann der Malerteppich nicht so schnell verrutschen. Anschließend entstaubte ich die abzuklebenden Stellen (Lichtschalter, Fußleiste, Fensterrahmen/-brett usw.) Als nächstes klebte ich mit dem 50er Kreppband Lichtschalter, Fußleiste, Fensterrahmen, Fenstergriffe, Steckdosen, Türklinken und Türzarge ab und bemühte mich beim Abkleben einen winziger Spalt von einen Millimeter zu lassen. (Steckdosen und Lichtschalter können auch demontiert werden)

Tipp: wenn man nach dem Abkleben ein paar Schritte nach hinten geht, kann man sich vergewissern ob das Kreppband gerade geklebt wurde.

Mit dem Folientesa habe ich den Rest abgeklebt, wie zB. Fensterbank, Heizkörper, Schränke, Lampe, Schlafsofa, Vorhänge, sprich alle größeren Objekte. Danach nahm ich die Deckenfarbe, in meinem Fall weiß, brach sie leicht, indem ich ca 0,5 – 1 Liter Wandfarbe, in meinem Beipiel ocker, hinzugab und kräftig rührte.


wichtig:
Schön auf den Rand achten, es muss alles miteinander vermischt werden bis es einen warmen, mit ocker gebrochenen Deckenton ergibt. Das hat den Vorteil das am Ende das Gesamtbild besser miteinander harmoniert.

Zum Streichen brauche ich die Deckenfarbe, den Heizkörperpinselm, die Maus, die Rolle, die Teleskopstange und das Abstreichgitter. Maus und Rolle habe ich vor Gebrauch leicht angefeuchtet mit Wasser. Dann konnte es mit dem streichen los gehen. Ich tunkte die Pinselhaare zu einen Drittel in die Farbe ein und begann an der Fensterfront die Ecken der Decke gut durchzustreichen, ringsherum. Im Anschluss habe ich mit der maus nochmal über die so eben gestrichene Ecke gerollt.

Tipp: Wenn man um die Leiterfüße Tücher wickelt und mit Kreppband befestigt, schützt damit seinen Untergund vor einbeulungen, gerade bei Dielen oder Linolium

wichtig: Beim Streichen mit der Maus darauf achten, keine Fettkanten zu lassen und keine scharfe Farbkante zu streichen. Also Farbe zur Raummitte auslaufen lassen, wie eine Art Farbübergang.

Danach beschnitt ich die Deckenleuchten. Hier war ich sehr vorsichtig, da ich die erst vor ein paar Tagen auf www.deckenleuchten-lampen.de gekauft habe. Nachdem alles beschnitten war, nahm ich die Teleskopstange, stellte sie auf die gewünschte länge ein und schob das Rollengestänge mit der dazugehörigen 24er Walze herauf. Das Abstreichgitter kam in den Farbeimer. Dann begann ich die Rolle zu einem Drittel in die Farbe zu geben dabei wurde die Rolle über das Abstreichgitter gerollt. Dieser Vorgang wurde mehrmals wiederholt bis die Rolle gleichmäßig voll mit Farbe war. Damit man nicht so rumkleckert wiederholte ich den Ablauf erneut 3-5 mal aber diesesmal ohne dabei in die Farbe einzutunken.

Ich begann an der Stelle die Deckenfläche zuzurollen an der ich zuvor mit dem beschneiden begonnen hatte. Um eine gleichmäßige Deckkraft zu erlangen ist es wichtig zwei mal zu streichen, unter Berücksichtigung der Trockenzeit und nass in nass zu arbeiten. Also zügig arbeiten. Es ist wichtig mit der Rolle über den Beschnitt zu rollen (nass in nass). Man macht lange gleichmäßige Bewegungen und immer systematisch.

Das System: (Wird nur angewand bei breiten Räumen)

Man muss sich vorstellen, die Decke bestände aus zwei Deckengrossen, in der Deckenmitte einen halben Meter übereinanderliegenden, Lattenröste. Wenn man zur Fensterwand guckt, stellt das linke Lattenrost (erste Deckenhälfte) den ersten Streichvorgang dar. Immer im Zickzack rollen bis man am anderen Ende angekommen ist. Dann beginnt man wieder vorne und rollt das rechte Lattenrost (die zweite Deckenhälfte) zu und überlappt quasi das linke eben gestrichene Lattenrost immer um ca. einen halben Meter.

Mit diesem System war meine Decke auch ziemlich fix fertig gestrichen.

Anstrich der Wände:

Der Ablauf war nahezu identisch, bis auf das einteilen der Fläche in zwei Hälften. Ich begann wieder an der Fensterfront mit dem beschneiden der Ecken, Fußleisten, Lichtschalter usw. .

Tipp: Es wird immer von oben nach unten gearbeitet. Das heißt es wird mit dem beschnitt zur Decke begonnen. Man kann ruhig ein bis drei Millimeter platz zur Deckenecke lassen.

Es war nicht leicht einen langen geraden beschnitt zu streichen. Übung macht den meister. Nachdem alles beschnitten wurde nahm ich mir wieder die Teleskopstange mit der gründlich ausgewaschenen Rolle und rollt die Fläche schön satt im Zickzack Verfahren zu. Stets drauf acht geben, die Farbe gut, nach oben und unter auf der Wand zu verteilen.

Tipp fürs Streichen: Die frisch eingetunkte Rolle immer als erstes nach oben rollen, dann kleckert man nicht so. Immer daran denken, so weit wie möglich den Beschnitt mit der Rolle überzurollen (1. wegen der Deckkraft und 2. wegen der Struktur)

So arbeitete ich mich Wand für Wand vor, bis ich wieder am Anfang ankam. Dann wartete ich bis die Farbe trocken war und begann dann meinen zweiten Anstrich. Zu guter letzt habe ich schnell das ganze Kreppband und die Folie wieder entfernt und die Möbel wieder zurechgerückt. Fertig ist mein kleines Raumparadies rundum das neue Schlafsofa! Do it yourself!


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  1. Raumparadies – Der Blog für Raumgestaltung » Blog Archiv » Tipp 1 zum Malern / Streichen Said,

    [...] über die Seiten hinaus. Genau diese Eigenschaft kann man sich zu nutze machen. Immer dann wenn Decke und Wände die selbe Farbe bekommen sollen oder bei Grundierarbeiten, kann man sich oft ( nicht immer, nur da wo man fachgemäß [...]

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