Hier erkläre ich, wie man eine in die Jahre gekommene, durch Wasserschäden verunstaltete Decke, instand setzt und zu einem dezenten Hinkucker werden lässt.
Baddecke
Material für die Instandsetzung der Decke:
Abdeckfolie/Klebeband
Betonkontakt (dient als Grundierung und Haftbrücke)
Armierungsgewebe (gegen erneute Rissbildung)
zwei Sack Rotband (Putzgips)
Tiefengrund (Grundierung)
ein Eimer Farbe
Abtönfarbe (Farbe nach wahl)
Eckleisten
Styroporplatten 1cm stark
Styropor Stuckleisten
Montagekleber/Acryl
Feinspachtel
Schleifpapier (100er Körnung)
Werkzeug für die Instandsetzung der Decke:
Elektro-Rührer
kleiner Mörtelkübel
Viereckskelle/Glättkelle
Flächenspachtel
Wasserwaage 1m
Malerrolle / Pinsel / Maus / Abstreichgitter
Cuttermesser
Kartätche
Schwammbrett
Gehrungslade
Arbeitsablauf:
Vorarbeiten: Vorweg ist zu erwähnen, dass es sich in diesen Fall um eine Stahlbetondecke der Größe 2x2m handelt, die an einigen Stellen Risse aufweist und einen leichten Wasserrschaden hatte.
Nachdem der Raum samt der Einrichtung entsprechend vorbereitet wurde (Abdeckfolie ausgelegen, Abkleben ggf. alte Tapete entfernen), wird die Decke mit Hilfe der Malerrolle mit dem Betonkontakt grundiert. Diese Haftbrücke richtig auftrocknen lassen, dabei die Herstellerangaben beachten.
Decke Putzen:
Nun rührt man sich mit Hilfe des Elektro-Rührers den Putzgips in dem Mörtelkübel ein, er sollte von der Konsistenz her cremig sein.
Der Putz wird nun mit Hilfe der Viereckskelle und der Glättkelle auf die Decke gezogen. Am einfachsten geht das Putz auftragen , wenn man die Glättkelle nicht direkt Richtung Kopf zieht. Es empfielt sich auch die Bewegungen ruhig zu vollziehen. Eine Auftragsstärke von knapp 1cm sollte reichen, wenn die Decke größtenteils eben( plan ) ist. Da die Decke von der Fläche nicht so groß ist, kann man den Putz auf die gesammte Decke auftragen, bevor man das Armierungsgewebe in den Putz einlegt. Bei größeren Decken empfiehlt es sich immer nur Teilstücke (ca. 1x1m) zu bearbeiten. Beim einlegen der Armierung sollte auf die Überlappung von 10 cm geachtet werden. Zum Abschluss wird mit dem Flächenspachtel einmal grob abgeglättet. Ist das Gewebe vollflächig eingelegt wird eine zweite dünne Schicht Putz aufgetragen und mit einer kleinen Kartätche geglättet. Man wartet bis die Putzoberfläche etwas angesteift ist und benutzt nun Wasser und ein Schwammbrett um die Putzoberfläche aufzurauhenden. Danach wird der Flächenspachtel sehr flach gehalten und über die gesammte Fläche gezogen. Das Ergebnis sollte eine kommplett geglättete Deckenfläche sein.
Dem Putz wird nun genug Zeit zum austrocknen gegeben, er ist durchgetrocknet wenn keine dunklen Flecken mehr zusehen sind und er gleichmäßig hell ist.
Die Styroporfläche:
Nachdem die Decke grundiert wurde und getrocknet ist, werden die Styroporplatten auf die gewünschten Maße, mit dem Cuttermesser, zugeschnitten. Zum ankleben der Styroporplatten an die Decke, wurde Montagekleber verwendet. Den Kleber am besten schlangenlinien förmig auf der Platte verteilen. Nachdem die Platten mittig angeklebt wurden, müssen die Übergänge von der Platte zur Decke mit Acryl verfugt werden. Die Styroporfläche hat nun die Maße 1,00m mal 1,50m. Dann wurde nochmals eine Platte ( unbearbeitet ) mittig auf die Styroporfläche geklebt und die Anschlüsse mit Acryl verfugt. Da Styropor eine leichte Struktur aufweißt, die ich am Ende nicht mehr haben möchte, muss man die Fläche mit Tiefengrund grundieren und anschließend feingespachtelt werden. Nun wird die gespachtelte Fläche vorsichtig durchgeschliffen und grundiert. Danach wurden die Styropor-Eckleisten mit einer Gehrungslade zugeschnitten und mit dem Montagekleber angeklebt.
Der Anstrich:
Bei der Auswahl der Farben dienten die Fliesen zur Orientierung. Dies hat auch den Effekt, dass der Raum nach Beendigung der Arbeiten ein harmonisches Gesamtbild abgibt. Als erstes wurde die Styroporplatte in der Mitte und die restliche Betondecke in einem dezenten Beigeton gestrichen. Nachdem der Beigeton getrocknet war wurde der Rest in einem warmen hellen Grünton gestrichen. Hierbei war es wichtig darauf acht zu geben, die bereits in beige gestrichenen Elemente sauber zu beschneiden. Zu guter letzt wurden alle Abdeckmaterialien entfernt. Mit einem Otto Gutschein wurden fix noch passende Dekorationen gekauft und so wurde aus dem Badezimmer mit wenig Aufwand ein kleines Paradies.
Wem seine Küche zu alt oder zu langweilig ist, dem schildere ich hier wie man mit wenig Geld und wenig Zeitaufwand Abhilfe schafft.
Prinzipiell kann diese Umgestaltung mit nahezu jedem Möbelstück vollzogen werden.
Material für die Aufwertung der Küche:
LED (Menge nach Anwendung)
Kabel
Universal Steckeradapter
Alleskleber
Klebeband
Werkzeug für die Aufwertung der Küche:
Lötkolben mit Lötfett und Lötzinn
Akkuschrauber oder Bohrmaschiene mit Holzbohrer
Arbeitsablauf:
Ich demontierte als erstes die untersten Abschlussbretter meiner Küche. Und zeichnete mir auf dessen Rückseite jeweils mittig (vertikal) und den Rest aufgeteilt (horizontal) Makierungen auf das Holz. Diese Makierungen stellen die späteren LED da. Nun verwendet man einen Akkuschrauber mit Holzbohrer, um die Makierungen in Löcher zu verwandeln. Man wählt dazu eine Bohrerstärke die idealerweise genauso breit ist wie die LED. Ziel ist es die LEDs später stramm in die Löcher einsetzen zu können. Sind diese Arbeitschritte getan, kann man beginnen die LEDs mit den Kabeln zu verbinden.
Verkabelung der LEDs:
Für die Verkabelung reichen sehr dünne zweiadrige Kabel aus. Ich hatte mich da bei Conrad beraten lassen.
Diese werden an die LEDs gelötet (zum Verlegen genug Spielraum bzw. Kabellänge lassen), dabei die Polung beachten. LEDs haben einen langen und einen kurzen Draht.
Der kurze sollte die Plus-Polung haben (kann man vorher testen, indem man die eine Seite mit dem Adapter verbindet und an der anderen Seite die LED anschließt). Ich gehe hier mal von 5 LEDs aus, von denen werden die 5 Plus gepolten Kabel miteinander verbunden und die 5 Minus gepolten Kabel ebenso.
Es entstehen so ein etwas dickeres Plus und ein ebenso dickes
Minuskabel, welche man jetzt mit dem Universal Steckeradapter verbindet.
Die LEDs sollten jetzt Leuchten.
Als nächstes klebt man mit sparsam dosierter Klebermenge die LEDs in die vorher gebohrten Löcher ein und lässt die ganze Sache fest trocknen. Dann werden die Kabel von den LEDs unter dem Küchenschrank verlegt und mit dem Klebeband fixiert .
Wer es richtig komfortabel haben möchte, der steckt den Stecker vom Steckeradapter nicht einfach nur in eine Steckdose, sondern steckt eine fernbedienbare Steckdose dazwischen. Nun kann man die Küchenblende wieder montieren und hat dank der Fernbedienung volle Kontrolle über die LEDs.
Die alte Küche ist jetzt wieder ein voller Hinkucker – Do it yourself!!!
Bei einen Umzug ist man meist gezwungen, alte Möbel mit neuen zusammenzustellen. Weil man ja nicht sofort alle alten Möbel wegwirft und sich nagelneue kauft. Oft entsteht dann ein Farbkonflikt. Zum Beispiel passt der alte Beistelltisch nicht mehr zum neuen Teppich.
Die wenigsten wissen wie einfach man Möbel anpassen kann – Do it yourself !
In diesen Fall handelt es sich um einen schicken Couchtisch, dessen Beine leider nicht mehr farblich zum neu eingerichteten Wohnraum passen.
Fertiger Couchtisch
Material für die Umgestaltung eines Couchtisches:
100er Schleifpapier
Dickschichtlasur im gewünschten Farbton ( auf wasserlöslicher Basis )
Klarlack (stoß- und abriebfest, auf wasserlöslicher Basis)
Werkzeug für die Umgestaltung eines Couchtisches:
2 Lasurpinsel (einen für den Klarlack, den anderen für die Lasur)
Klebeband
Arbeitsablauf:
Dieses Projekt funktioniert auch wunderbar mit furnierten Holz!
Am Anfang baut man die vier Füße vom Tisch ab und sorgt dafür, dass man einen Platz hat, wo man etwas Dreck machen kann. Dann werden mit Hilfe des Schleifpapieres die Tischbeine ordentlich angeschliffen. Wichtig ist hierbei in Holzmaserungsrichtung zu schleifen.
Ist dies getan, werden die Tischbeine entstaubt und an das Holz anschließende Bauteile mit Klebeband abgeklebt. Jetzt kann mit dem Lasieren begonnen werden.
Lasieren:
Lasurpinsel
Beim Lasieren werden mit dem Lasurpinsel geradlinige, langgezogene Streichbewegungen in Maserungsrichtung vollzogen.
Dabei wird mit der Menge der Dickschichtlasur sparsam gehaushaltet. Es ist darauf zu achten, dass sich keine Nasen und Fettkanten bilden. Je öfter man den Farbauftrag wiederholt desto dunkler wird der Anstrich. Ratsam ist, nach jedem Farbauftrag den Anstrich trocknen zu lassen, dies gilt insbesondere bei furnierten Holz!
Ist der gewünschte Farbton erreicht, wird den Tischbeinen genug Trockenzeit gegeben – drei Stunden sollten genügen. Grundsetzlich ist hierbei immer auf die Herstellerangaben zu achten.
Nun wird der Klarlack aufgetragen. Er gibt dem Ganzen einen schönen Glanz und schützt die Beine vor Stößen.
Er wird in der gleichen Prozedur wie die Dickschichtlasur angewendet. Die Tischbeine werden 2-3 mal Klarlackiert, unter Berücksichtigung der Herstellertrockenzeiten. Staubtrocken ist er nach ca. einer Stunde, grifffest nach ca. drei Stunden und ausgetrocknet nach ca. dreizehn Stunden.
Als Letztes wird das Klebeband entfernt und die Beine wieder an den Tisch montiert.
Solch einen Tisch kann man noch mit der enstsprechenden Tischwäsche dekorieren.
Als ich mir meinen schönen neuen Plasma Fernseher kaufte, wollte ich ihn mir nicht einfach nur so ins Wohnzimmer stellen. – Nein es sollte auch die Umgebung, sprich der Hintergrund, ein Hingucker werden! So entschloss ich mich, wie nachfolgend geschildert, zu diesem Eye-Catcher.
Material für den Bau einer Laminatwand
Klick – Laminat in entsprechender Menge (qm einfach ausrechnen)
Montagekleber für eine normale Ausdrückpistole (bitte den guten kaufen!)
Styroporplatten (stärke nach Belieben, qm ganau so viel wie Laminat)
Holz-Eckwinkel
Dickschichtlasur in Laminatfarbe
Silicon in Laminatfarbe
Lichterkette
Werkzeug für die Gestalung des Objektes
Cuttermesser
Wasserwaage
Stichsäge (besser kleine Tischkreissäge)
Ausdrückpistole
HolzSäge
Klebeband
Arbeitsschritte:
Vorab wollte ich noch erwähnen das sich dieses Projekt besonders für Miet-Wohnungen eignet, da maximal die Raufasertapete, auf der die ganze Laminatwand geklebt ist, entfernt werden muss, wenn man auszieht. Man kann solche Vorhaben sicherlich auch Massiv aus Steinen oder aus Trockenbau verwirklichen, dauert aber länger und der Aufwand ist größer.
Der Unterbau des Gestaltungsobjektes:
Nachdem ich eine geeignete größe für meine Laminatwand auf der idealerweise tapezierten Wand gefunden habe, markiere ich diese auf der Tapete. Man sollte dabei im Hinterkopf behalten das das Laminat etwa 5 cm ringsherum über dem Styropor hervor steht. Die höhen und längen Markierungen an der Wand werden nun zum Rechteck verbunden so das eine Fläche zu sehen ist. Diese Fläche beklebe ich jetzt indem ich den Kleber schlangenlinienförmig auf die Styroporplatten auftrage und diese dann an die Wand innerhalb meiner Makierungen klebe. Dabei achte ich darauf das ich im Versatz klebe, das heißt, wenn ich in der ersten Reihe mit einer ganzen Platte begonnen habe, sollte ich darüber ungefähr eine halbe Platte versatz haben.
Das Laminat:
Habe ich die Fläche voll beklebt, wende ich mich nun dem Laminat zu. Das Laminat wird mit hilfe des Montageklebers auf den Styroporuntergrund geklebt.
Man fängt unten links oder rechts mit der ersten Laminatplatte an. Bei allen Platten wird zuerst an den beiden kurzen Seiten, wo die nächsten Laminatplatten anschließen, die Federn abgesägt. Die obere und untere Feder bzw. Nut lässt man dran, die benötigen wir zum einklicken.
Mit einem Überstand am Rand von 5 cm werden die Platten auf das Styropor geklebt. Diese Prozedur setzt sich fort bis die Reihe voll ist, am Ende sägt man das Laminat einfach auf Maß ab.
Hier ein kleiner Tipp zum Sägen von Laminat:
Sägt man mit einer Stichsäge das Laminat, franst der Sägeschnitt oft aus. Um das zu vermeiden kann man vor dem Sägen das Klebeband auf die entsprechende stelle kleben .
Es sollte auf jeden Fall eine Verbesserung zu sehen sein , außerdem kann man auf dem Klebeband besser anzeichnen als auf dem puren Laminat.
In der darüberliegenden Schicht verwende ich idealerweise den Rest aus der ersten Schicht um auf einen Versatz zu kommen. Ideal wäre ein halber Versatz, viertel geht aber auch.
Auch diese Arbeitsschritte setzen sich bis in die letzte Reihe fort, wo man wieder auf den ungefähren Überstand nach oben von 5 cm achtet.
Als nächstes werden die Holz-Eckwinkel mit der Dickschichtlasur lasiert. Daran denken, immer langsame geradlienige Streichbewegungen machen. Je mehr Farbaufträge vollzogen werden desto dunkler wird der Ton. Wenn der gewünschte Farbton erreicht ist lassen wir die Eckwinkel trocknen (ca. 6h).
Nun werden die getrockneten Holz-Eckwinkel vorsichtig mit Hilfe von Montagekleber auf die Seitenkanten der Laminatwand gesetzt, an den Eckpunkten werden die Eckwinkel auf Gehrung geschnitten. Kleine sichtbare Lücken und Anschlüsse von Eckwinkel zum Laminat werden jetzt mit Hilfe des Silikons geschlossen.
Zu guter Letzt wird die entsprechend lange Lichterkette hinter dem Überstand des Laminates fixiert.
indirekte Beleuchtung
Laminatwand mit Indirekten Licht
seitlicher Blick auf Laminatwand
Blick auf Laminatwand
Damit wäre die Laminatwand mit indirekter Beleuchtung fertig. Do it yourself
Nachdem unser neuer Balkon fertig montiert, verputzt und gestrichen war, hatte ich das Bedürfnis die vor einem Jahr gekauften Gartenmöbel ebenso zu verändern. Erst sollte alles neu sein, dann fragte ich mich, ob es nicht auch anders ginge – vor allem günstiger. Als erstes nahm ich mir meinen Bistro -Tisch vor, der aus Kunststoff bestand…
Material:
selbstklebende Folie im Ahorn Holz Design (0,68m x 2,00m) für knapp 10,- Euro aus dem Baumarkt (beim Kauf schon auf die richtige Breite achten, es gibt verschiedene Breiten)
Werkzeug:
Cuttermesser mit scharfer Klinge
Rakel mit nicht zu scharfer Kante (bei mir war es ein Untersetzer aus hartem Kork/Holz)
Plastik-Löffel (für den Rand )
eine kleine Nadel
Arbeitsablauf:
Da der Tisch den Winter im staubigen Keller verbracht hat, reinigte ich zuerst den kompletten Tisch. Dabei ist darauf zu achten, dass auch kleinste Unebenheiten entfernt werden, da sie sich sonst später durch die Folie makieren würden.
1. Bistro-Tisch - unbeklebt
Nun misst man grob die Tischplatte aus und schneidet anschließend großzügig ein Stück von der Folie ab.
Wenn man das abgeschnittene Stück Folie jetzt auf den Tisch legt, ragt es im Idealfall ringsherum ein paar cm über den Rand hinweg.
2. Bistro-Tisch- grob zugeschnittene Folie
Als nächstes werden ca. 10 cm der Schutzfolie von der Klebefolie abgezogen. Nun drückt man den abgezogenen Teil auf die Tischplatte und achtet darauf, dass immer genügend Folie über den Tischrand lappt. Mit dem Rakel beginnt man jetzt von der Mitte nach außen die Folie fest zudrücken. Sollten sich Falten bilden, zieht man die Folie nochmal etwas ab und versucht es erneut.
Diese Arbeitsgänge wiederholen sich bis die Fläche des Tisches vollständig beklebt ist.
Jetzt kommt der Löffel zum Einsatz, mit ihm fährt man mit etwas erhöhtem Druck am Rand entlang und drückt die Folie in die Ecke zwischen Tischplatte und Außenrand.
Um die Folie genau in dieser Ecke abzuschneiden, benutzt man nun das Cuttermesser und trennt die aufgeklebte Folie von der überstehenden Klebefolie ab. Es wird jetzt zum wiederholten Male mit dem Löffel der Übergang von Tischplatte zum Außenrand angedrückt. Dieser kann sich nämlich beim Abschneiden der Folie wieder gelöst haben.
Man sieht sich jetzt die fertig beklebte Tischplatte an und sucht nach kleinen Bläschen.
Sollten trotz großer Sorgfalt, welche entstanden sein, kann man diesen mit einen kleinen Nadelstich zu leibe rücken. Nun noch einmal mit dem Rakel glatt gezogen und das Werk sollte perfekt sein.
Manchmal kauft man sich ja Dinge für die Wohnung, die dann gar nicht zum bestehenden Inventar passen. In meinem Fall war es ein Set aus einer Tischplatte und Tischbeinen. Damit die Einzelteile jetzt nicht ewig im Keller stehen, sondern nach allen Regeln der Innenarchitektur integriert werden, soll die Tischplatte mit der Granittechnik versehen werden, in den Farben schwarz, gold und beige.
Holztischplatte mit Granittechnik versehen
Material:
drei verschiedene Lackfarben
Kreppband
Vorstrichfarbe
Lackierpinsel (Flachpinsel)
120 er Schleifpapier
Klarlack
Abdeckpappe
eine Einkauftüte
Arbeitsablauf:
Den Raum großflächig abdecken. Die Tischplatte in Richtung der Holzmaserung schleifen, auch die Kanten anschleifen, sonst hält später der Lack nicht. Sorgfältig den Staub vom Arbeitsbereich und der Tischplatte entfernen.
Tipp zur Entladung beim Staubwischen: Mit dem Unterarm die Tischplatte, nachdem der Staub entfernt wurde, nachwischen.
Mit dem lösemittelhaltigen Vorstrich die Tischplatte gleichmäßig streichen (in Maserungsrichtung, am besten mit einem eingearbeiteten Flachpinsel ),
Trocknungszeit: mindestens einen Tag trocknen lassen. Erneut die Tischplatte leicht anschleifen und entstauben.
Anwendung der Farbe bei der Granittechnik: Aus jeder Lackdose (die Lackfarben sind auf lösemittelhaltiger Basis) einen kleinen Schluck (ca. drei Esslöffel) in ausreichenden Abstand zueinander auf ein Stück Pappe geben.
Geheimtipp für die Granittechnik – Einkaufstüte als Stempel: Die vier Ecken der Einkauftüte zusammenführen und leicht eindrehen, so das eine Art Griffstück entsteht.Kreppband zum fixieren um das Griffstück kleben, nun hat man einen zerknitterten Plastikstempel. Stempel in den beigen Lack drücken, leicht auf der Pappe abtupfen. Man beginnt jedes mal am Rand der Tischplatte mit tupfen (immer mit dem hellsten Farbton beginnen zu tupfen) danach die Tischfläche. Mit dem hellen Farbton großflächig arbeiten. Nun den Stempel in den goldenen Lack drücken,wieder leicht abtupfen und beginnend am Rand, nach belieben tupfen.
Es ist nicht das Ziel die Vorstrichfarbe mit einem einzigen Lackton zu überdecken, sondern mit einer Mischung aus allen drei Farben.
Nun wird der Stempel in den schwarzen Lackton gedrückt, abgetupft und wieder am Rand beginnend die Tischfläche nach belieben betupfen.Es ist ratsam mit dem dunkelsten Lackton nur Akzente zu setzen.
Trocknungzeit nach vollständigem Auftragen der Farbe: Die Tischplatte mindestens einen Tag gut trocknen lassen.
Zu guter Letzt die mit der Granittechnik versehene Fläche mindestens zwei mal klar lackieren (Klarlack auch auf lösemittelhaltiger Basis zum streichen oder sprühen)
Nun ist ein gewöhnlicher Holztisch in einen edlen Granittisch verwandelt worden!
Als ich damals umgezog, stand ich vor der Wahl mir ein Regal von der Stange zu kaufen oder mir ein individuelles auf meine Vorstellungen abgestimmtes selber zu Bauen. Ich entschied mich für letzteres .
Nachfolgend schildere ich wie man mit relativ wenig Mühe und wenig Kapitaleinsatz ein CD-DVD Regal bastelt. Ein wenig Geschick im Umgang mit Werkzeug und Pinseln vorausgesetzt.
Foto: Individuelles CD-Regal
Material für das individuelle Regal:
3 Bretter 25 mm stark, ca 2,00 m lang
2 Bretter 18 mm stark, ca 2,00 m lang
Schrauben ca. 50 mm , Holzspachtel , Ösen – womit Später ein befestigen an der Wand möglich ist
Dickschichtlasur für Innen (Farbe nach Wahl), Klarlack ( Stoß- und Schlagfest, Farblos für Innen)
Materialkosten ca. 70,00 Euro
Werkzeug für das Herstellen eines Regales:
Stichsäge, Tischkreissäge
Akkuschrauber, Bohrmaschiene mit kleinen Bohrer (vom Durchmesser etwas weniger wie die Schrauben)
Schleifpapier (80er, 100er), kleinen Spachtel
2 Lasurpinsel (einen für die Dickschichtlasur und den anderen für den Klarlack)
Arbeitsablauf:
Als estes sägt man sich die beiden 2,5 mm starken horizontalen Bretter auf Maß , bei mir war es eine Länge von 2,00 m. Danach sägt man das dritte 2,5 mm starke Brett auf zwei stücken von je 0,40 cm .
Nun werden die beiden 18 mm Bretter zugesägt, das eine auf 1,84 m und das andere in 3x 0,16 cm und 2x 22 cm lange Brettstücken.
Tipp zum Sägen: die meisten Baumärkte haben einen Zuschnitt Service, lasst es gleich dort zuschneiden – spart Zeit und das Saubermachen zu Haus.
Jetzt werden die 2,5 cm starken Btetter verschraubt wobei darauf zu achten ist, das vorgebohrt wird (sonst ist es möglich, dass das Holz beim Schrauben wegplatzt).
Es ist auch wichtig, dass die Köpfe der Schrauben ca. 1-2 mm in dem Holz versenkt sind. Ich habe aus optischen Gründen das obere und das untere Brett 5 cm an den Seiten hervorstehen lassen.
Wenn der äußere Rahmen fertig montiert ist, wird im Abstand von 22cm zum unteren 2,5 cm starken Brett das eine lange 18 mm starke Brett verschraubt.
Nun werden die 3 restlichen 0,16 cm Brettstücken oberhalb angeordnet und verschraubt und die zwei 0,22 cm Brettstücken unterhalb angeordnet und Verschraubt.
Damit das Regal später eine glatte Oberfläche hat, wird es an allen auffällig rauhen stellen abgeschliffen. Diesen Arbeitsgang wiederholt man nach dem ersten Lasuranstrich noch einmal.
Als nächstes baut man das Regal wieder vorsichtig auseinander und merkt sich die Anordnung der einzelnen Bretter (man kann sich auch mit einem Bleistift die Bretter markieren, aber nur hauchdünn).
Lasuranstrich
Jetzt wird der innere Bereich, die Stirn- und Rückseite mit der Lasur gestrichen . Bei mir waren es 3 Anstriche, wer es heller mag, streicht nur zwei Schichten. Beim Lasieren ist darauf zu achten, dass man langgezogene geradlinige Streichbewegungen ausführt.
Es ist darauf zu achten das sich keine Nasen bilden und der Lasurauftrag gleichmäßig ausgeführt wird.
Ist der Lasurauftrag getrocknet, wird das Regal zusammen geschraubt. Nun werden die äußeren Schraublöcher verspachtelt und geschliffen. Es empfiehlt sich den getrockneten spachtel mit einem kleinem Pinsel mit Lasur zu betupfen, da der Spachtel sonst die Lasur nicht so aufnimmt wie das restliche Holz.
Das Resultat wären später unschöne Flecken an den Spachtelstellen. Die Lasur lässt man nochmals eine Stunde trocknen, dann wird auch der äußere Bereich lasiert. Nach wiederholter Trockenzeit von 3-4 Stunden wird nun der Klarlack aufgetragen.
Ich habe alle Sichtflächen mit Klarlack behandelt, zwei Anstriche sollten reichen. Ordentlich austrocknen lassen ( 24 h sollten auch hier reichen)!
einzigartiges DVD-Regal
individuelles CD-Regal
Zu guterletzt werden die beiden Ösen an der hinteren Seite befestigt (Schrauben lang genug wählen, denn daran hängt das ganze Regal später !!!)
Noch die Löcher in die Wand bohren, Haken eingedreht und das Regal aufgehangen. Ein einzigartiges und individuelles Regal ist nun fertig…