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Archive for the ‘Putzen’ Category

Jun
25

Trennfugen beim Spachteln/Putzen

Posted under Putzen, Spachteln

Wie im unteren Bild zusehen, werden sehr oft beim Putzen die Trennfugen zu arbeitenden Bauteilen vergessen. Holz, Kunststoffe, Rigips oder Bleche, um nur einige zu nennen, sind immer Bauteile/Materialien die sehr stark Arbeiten.

Holz ohne Trennfuge zum Putz

Holz ohne Trennfuge zum Putz

Das bedeutet sie verändern ihre Form/Größe bei Temperaturveränderungen oder Austrocknung.
Wird nun direkt an sie angeputzt, dauert es nicht lang und der Putz bekommt Spannungsrisse oder Platzt sogar ab.
An dieser Stelle wären dann Nacharbeiten (neu anputzen /streichen) von nöten, die man sich ganz einfach durch eine Trennfuge im Vorfeld hätte sparen können.
Der Putz wird direkt an dem zu trennenden Bauteil eingeschnitten, die Fuge sollte ca.2-3mm breit sein.

Trennfuge am Holz

Trennfuge am Holz

dauerelastische Fuge herstellen

dauerelastische Fuge herstellen

Vor dem Streichen sollte diese Fuge dauerelastisch verschlossen werden(Acryl).
Trennt die Trennfuge einen Unterputz von einem arbeitenden Bauteil, so wird der nachfolgende Oberputz mit einem einfachen Kellenschnitt vom Bauteil getrennt.

Apr
09

Laibungsprofil/ APU-Leiste

Posted under Putzen

Materialbeschreibung Laibungsprofil/APU-Leiste

Diese Anputzprofile werden aus Kunststoff hergestellt und dienen dazu einen schlagregendichten, dauerelastischen Übergang von Bauteilen wie Türen oder Fenstern zu Putz oder Spachtelmasse herzustellen. Hauptsächlich werden sie im Putz- und WDVS-Bereich verwendet. Sie sind im Innen und Außenbereich verwendbar. Der Aufbau einer solchen Leiste gliedert sich in die eigentliche Laibungsleiste, welche den erfordelichen Laibungsabstand bietet und auf der Rückseite einen Schaumstoffartigen mit Selbstklebeeigenschaften ausgestatteten Dichtstreifen liefert. Und in die daran seitlich angebrachte Lippe, welche auf der Vorderseite eine Klebefläche besitzt auf der Schutzfolie aufgeklebt werden kann. Desweiteren ist diese Lippe mit einer Art Sollbruchstelle versehen, die ein entfernen zum Abschluß der Baumaßnahme erleichtert.
Die Anputzleisten (APU-Leisten) sind in guten Baumärkten, eher doch im Spezialhandel für Putz/Spachtel-Technik erhältlich. Es werden unterschiedliche Laibungsprofildicken zB. 6mm, 9mm oder 15mm und Stablängen angeboten zB. 1,40m oder 2,50m. Für den WDVS-Einsatz gibt es sie mit einem Gewebeschenkel.

Laibungsprofil mit Gewebe

Laibungsprofil mit Gewebe

Verwendung/Anwendung

Bei der Verwendung auf Tür- oder Fensterprofilen wird die Anputzschiene auf das entsprechende Maß zurechtgeschnitten und durch entfernen des rückseitigen Schutzbandes aufgeklebt. Dabei ist das Fenster-/Türprofil vorher von Dreck und Staub zu befreien. Beim ankleben ist auf Lotrechtigkeit bzw. Waagerechtigkeit zu achten, zur Not hilft hier eine Wasserwaage (denn nicht jedes Fenster/Tür ist/sind gerade eingesetzt!).
Sind die Anputzleisten angesetzt wird der vordere Schutzstreifen auf den Lippen entfernt und die Schutzfolie kann darauf einfach und schnell befestigt werden. Neben ihrer schlagregendichten und dauerelastischen Eigenschaften
erleichtern Anputzleisten auch den eigentlichen Arbeitsablauf beim Putzen/Spachteln, da auf ihnen sehr einfach abgezogen werden kann.

Bild zeigt fertig eingeputzte Anputzleiste auf Fensterprofil:

Laibungsprofil/ APU Leiste

Laibungsprofil/ APU Leiste

Dez
10

Gipsputz /Weißputz

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Putzen mit Gipsputz

Gipsputz (auch  Weißputz genannt) eignet sich sehr gut für Innenräume bei denen man Wert auf eine glatte ebene Oberfläche legt. Dieser Putz ist auch empfehlenswert wenn man auf Tapete verzichten möchte, er kann einfach mit Farbe übergerollt werden. Gipsputz sollte nicht in Kellerräumen geputzt werden, da er die Feuchtigkeit bindet und es zu Schimmelbildungen kommen kann.

Nachfolgend wird beschrieben wie eine Wand von Hand mit Gipsputz verputzt wird.

Werkzeug:

  • Malerrolle und Pinsel
  • kleine und große Viereckskelle
  • Glättkelle
  • Kartätsche (Länge sollte nach Putzflächengröße gewählt werden)
  • sauberer Mörtelkübel
  • Flächenspachtel
  • Schwammbrett
  • Eckkelle
  • Putzmesser/Trapezkartätche  (Länge sollte nach Putzflächengröße gewählt werden)
  • Elektrischer Rührer
  • großer Eimer
  • Eckenrabot


Material:

  • Putzgips (zB. Rotband besser Maxit IP22 oder Knauf MP75) in ausreichender Menge (siehe Herstellerangaben)
  • Putzschienen (Eckschutz-Abschlusschienen)
  • Aufbrennsperre (Grundierung)
  • Holzbretter (zum Einlatten)

Arbeitsablauf:

Das Verputzen per Hand macht nur bei kleineren Räumen/Flächen sinn. Bei großen Räumen sollte man in Erwägung ziehen, sich eine Putzmaschiene auszuleihen. Aus diesen Grund beschreibe ich hier das Verputzen eines kleinen Raumes ca. 2,00m x 2,00m mit einer Deckenhöhe von 2,80m.

Vorarbeiten

Vor Beginn des eigentlichen Putzens sind ein paar Vorarbeiten nötig. Ganz am Anfang wird natürlich alles abgeklebt was nicht verdreckt werden soll. Dann fängt man an die Putzschienen zu setzen. Man setzt oberhalb von Türstürzen eine Abschlussschiene, sollte ein Fenster in der Wand sein werden auch dort an den Laibungen entsprechend Eckschlusschienen gesetzt. Beim setzen der Schienen wird eine Putzstärke von 1cm berücksichtigt (auf der Fläche). Die Schienen können mit dem selben Putz angesetzt werden, mit dem man später Putzt. Es ist von Vorteil vorher größere vorhandene Löcher in der Wand zu Schließen. Nachdem der Schienenansetzmörtel ausgehärtet ist, wird die Tür mit Putzbrettern eingelattet. Nun kann die Fläche mit der Aufbrennsperre.grundiert werden. Diese Grundierung kann man in den meisten Fällen verdünnen, oft bekommt man aus einem Eimer zwei ganze heraus, wenn man den Rest mit Wasser verdünnt. Bei stark saugenden Untergründen wie zB. Porenbetonsteinen sollte man entweder zwei mal grundieren, oder die Grundierung nicht zu stark verdünnen.
Grundiert wird mit Malerrolle in der Fläche und den Pinsel für die schlecht zugänglichen Stellen.
Sind diese Arbeitschritte getan, lässt man die Grundierung einen knappen Tag trocknen.

Putzen

Wichtig ist es alle Werkzeuge in der Nähe zu haben, damit ein flüssiger Arbeitsablauf gewährleistet ist. Man rührt sich als erstes ein bis eineinhalb Sack Putz in den großen Mörtelkübel ein. Der Putz wird so lange gerührt bis er eine Cremig-Steife Konsistenz hat.

Das Auftragen
Nun nimmt man sich seine große Viereckskelle und seine Glättkelle und fängt in einer der oberen Ecken an den Putz aufzutragen. Dabei gibt man mit der Viereckskelle den Putz auf die Glättkelle, und zieht den Putz mit dieser auf die Wandoberfläche. Dabei versucht man eine Auftragsstärke von einem Zentimeter zu erreichen. In dieser Art und weise werden ca. 2 Quadratmeter aufgezogen. Dann Greift man zu seiner Kartätsche und beginnt mit ihr von Links nach Rechts, dann umgekehrt und zum Schluss von unten nach oben den Putz aufzuziehen. Der Putz sollte danach glatt und flächig sein, ist er das nicht schließt man noch vorhandene Löcher mit dem Putz der sich auf der Kartätche befindet und wiederholt die Prozedur des aufziehens. So arbeitet man sich weiter fort bis die Wand komplett fertig ist. Es ist zu erwähnen das  man die ganze Zeit über ein zügiges Arbeitstempo anstrebt, da der eingerührte Putz nur ein Bestreben hat – er möchte Erhärten!

Sehr wichtig ist, das nur soviel Putz an die Wand gebracht wird wie ich in der Anzieh-Zeit bearbeiten kann. Das bedeutet das man beim Auftragen des Putzes immer mal mit der Hand die Konsistenz des Putzes erfühlt, welcher als  erstes aufgetragen wurde.
Kann ich meine Hand leicht auf die Putzoberfläche legen und sie hinterlässt beim wegnehmen nur noch wenige Spuren auf der Fläche, dann ist das das Zeichen für den nächsten Arbeitsschritt.


Das Abmessern
Abgemessert wird mit einem Putzmesser, dieses sieht ähnlich aus wie eine Kartätsche, ist aber verwindungsteifer. Mit diesem Werkzeug messert man die Fläche ab, dazu hält man das Putzmesser sehr steil.
Man zieht das Messer auch wieder von links nach rechts, umgekehrt und von oben nach unten. Dieser Arbeitsgang sorgt dafür das wir nach dem Abmessern eine sehr plane flächige Wand haben welche keine Beulen oder
ähnliches mehr aufweist.

Das Vorglätten
Danach nimmt man den Flächenspachtel zur Hand, dieser sollte wenn man ihn von der Seite betrachtet, zu einer Seite mehr geneigt sein. Er erhält durch die Neigung eine Seite zum Glätten und eine zum Putz “abschaben”. Mit dem Flächenspachtel und der Eckkelle sorgt man nun dafür das die Wand vorgeglättet wird. Dazu schabt man mit dem
Flächenspachtel(mit der entsprechenden Seite) die Sinterhaut leicht ab, füllt mit dem Putz auf dem Flächenspachtel kleinste Löcher auf und glättet mit der anderen Seite des Flächenspachtels(Flach halten)die Fläche ab.
An einer Ecke lässt man mit Gefühl einen Eckenrabot im Icksel heruntergleiten, als nächstes wird  die Ecke mit der Eckkelle geglättet- Diese wird dazu immer in Griffrichtung nach oben und nach unten gezogen, bis die Ecke glatt und lochfrei ist. Ist die ganze Wand durchgeglättet lässt man den Putz weitere  Zeit ansteifen.

Das Schwämmeln
Nun folgt das Schwämmeln, diese Tätigkeit führt man mit dem Schwammbrett durch. Dabei wird die Wand idealer Weise mit einem Schlauch und einer feinen Düse angenässt.
Nach wiederholten Annässen nimmt man sich das Schwammbrett und führt mit ihm Reibebewegungen auf dem Putz durch. Es sollten mittelgroße Kreise gerieben werden. In den Ecken wird das Schwammbrett leicht von Oben nach unten Rutschen gelassen.

Das Abglätten
Ist fertig geschwämmelt, nimmt man sich abermals den Flächenspachtel und die Eckkelle und glättet die Wand komplett ab. Angefangen wird damit immer oberhalb. Nach Beendigung dieses Arbeitschrittes sollte man eine Putzoberfläche mit einem glatten, geschlossenen Gefüge vor sich haben.

Hinweis: Alle die sich nach dem Putzen über entstehende dunkle Flecken an den Wänden wundern den sei versichert das dies ganz normal sei. Die Putzoberfläche trocknet nämlich nicht gleichmäßig ab, da ja zB. das Mauerwerk auf dem geputzt wurde auch nicht Hundert Prozentig Plan ist.

Nachbehandlung

Wer es Spiegelglatt haben möchte der wartet 4-8 Stunden und führt einen Nassschliff durch. Dabei wird die Wand nochmals genässt und mit dem Flächenspachtel sehr flach abgezogen. Man sollte dabei etwas stärkeren Druck ausüben.

Sollte der Gipsputz verbindung zu Gipskarton oder anderen stark arbeitenden Materialien haben, müssen diese durch eine Fuge (einschneiden) voneinander getrennt sein.

Fertig ist der selbstverputzte Raum mit Gipsputz-Do it Yourself !

Okt
31

Das Strukturieren einer Wand/Decke

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Das Strukturieren

Vorweg nochmal die Erklärung, das sogenannte Strukturieren ist das Verputzen einer Wand mit einem Oberputz/Edelputz.
Dieser wird auf die Wand aufgetragen und mit Hilfe eines Reibebrettes gerieben (Strukturiert).
Ich setze hier vorraus das ein geeigneter Untergrund vorhanden ist. Es kann sich dabei um Rigipswände, Gipsputzwände, oder Wände die mit einem Kalk-Zementputz als Unterputz versehen wurden, handeln.
Wichtig ist vor dem Strukturieren unbedingt die Fläche zu Grundieren.

Material:

  • Grundierung ( am besten mit Quarzsand-anteil, ist aber kein muss)
  • Edelputz (zb. Scheibenputz oder Münchener Rauhputz in gewünschter Körnung)
  • Abklebe- und Abdeckmaterial

Werkzeug:

  • geeignetes Reibebrett ( mein Favorit: Styroporreibebrett)
  • Elektrischer Rührer
  • Glättkelle
  • Mörtelkübel
  • Viereckskelle (Groß)
  • 2-3 Eimer
  • Malerrolle mit Telestange
  • Heizkörperpinsel

Der Arbeitsablauf des Strukturierens:

Nachdem man die Umgebung der Fläche beräumt hat, und angrenzende Bauteile vor Verschmutzung geschützt hat (Abkleben/Abdecken), beginnt man mit dem Grundieren. Hierzu wird die Grundierung mit der Malerrolle auf die großen Flächen aufgetragen. Für kleine bzw. schwer erreichbare Stellen wird der Pinsel benutzt. Es ist auf ein Flächendeckendes und gleichmäßiges Grundieren zu achten.
Jetzt lässt man die Grundierung 24 Stunden Trocknen.

Das Putz anrühren:

Die Putzmenge richtet sich nach der Fläche, zur Mengenermittlung helfen die Herstellerangaben auf den Putzgebinden. Kleiner Tipp: besser etwas mehr kaufen als wenn nachher ein halber Quadratmeter an der Wand fehlt!

Man gibt etwas Wasser in den Mörtelkübel und gibt den Putz dazu, nun beginnt man mit dem Handrührgerät den Putz und das Wasser zu vermischen. Der Putz sollte eine nicht zu Dicke konsistenz haben, er sollte gut von der Kelle gleiten und leicht aufzuziehen gehen. Ist die Konsistenz erreicht, wird dem Putz nochmal gute 5 min zum Quellen gegeben.
Danach wird er nochmals gut durchgerührt, und in den Eimer umgefüllt.

Das Aufziehen:

Nun beginnt man mit dem Aufziehen, das bedeutet das man mit Hilfe der Viereckskelle und einer Glättkelle den Putz auf die Wand aufträgt. Dazu wird die Glättkelle ziemlich steil gehalten und nach oben gezogen. Dabei sollte ein deutliches Kratzgeräusch zu hören sein. Es ist ratsam, nachdem man eine kleine Fläche vorgezogen hat, nochmals die Fläche mit der Glättkelle abzuziehen. Diese wird dazu noch steiler gehalten, man nennt das auf Kornstärke abziehen . Wichtig : sollte die Fläche größer sein, ist es ratsam diese Arbeiten mit mehreren Personen auszuführen-da man sonst nicht mit dem Strukturieren hinterherkommt. Das verhältnis hierbei wäre, 1 Strukturierer kommt auf zwei Aufzieher oder zwei Strukturierer kommen auf 5 Aufzieher.
Ist die Fläche aufgezogen beginnt man mit dem Strukturieren.

Das Strukturieren:

Zum Strukturieren wird die vorher aufgezogene Fläche mit dem Reibebrett abgerieben. Dazu werden mit dem Brett kreisförmige oder achtförmige Bewegungen ausgeführt. Bei manchen putzen wie zb. dem Münchner Rauputz gehen
auch auf und ab oder hin und her Bewegungen, ganz nach dem Optischen Anspruch dem man hat.
Hilfreich ist es , öftermal das Reibebrett mit der Viereckskelle von dem daran haftenden Schlamm zu befreien. Diesen
Schlamm hat man sonst unschöne Schlieren zu verdanken.
Meint man mit dem Strukturieren der Fläche fertig zu sein, tritt man ein paar Meter zurück und lässt die Fläche auf sich wirken. Man sucht mit dem Auge nochmals nach Schlieren oder gar ungeriebenen Stellen im Putz. Solange der Putz noch frisch ist kann man nochmal vorsichtig nachreiben.

Münchner-Rauhputz

Ist man fertig, entfernt man Klebebänder und Folien, und schützt die Putzfläche vor Regen, Sonne oder Wind.

Allgemeiner Tipp: Es empfiehlt sich immer auf eine geputzte Fläche im Außenbereich einen Egaliesierungsanstrich (ist eine Art Fassadenfarbe) aufzubringen. Er sorgt für eine gleichmäßige Optik und schützt den Putz zusätzlich.

Damit wäre die Wand fertig Strukturiert – Do it Yourself !

Aug
09

Verputzen einer Wand

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Herstellung eines einlagigen Putzes
Unverputztes Mauerwerk sieht nicht nur unschön aus, sondern ist auch noch uneben. Um diesen Zustand zu verändern, werde ich im Anschluss schildern wie man eine Wand verputzt.
Auf den fertigen einlagigen Putz kann nach Bedarf ein Anstrich oder eine zweite Lage (Oberputz) aufgebracht werden.

Material:

  • Putz und Mauermörtel (in ausreichender Menge, siehe Herstellerangaben)
  • Putzprofile (Sockelschienen, Abschlussschienen, Eckschutzschienen)
  • Putzprofilansetzmörtel

Werkzeug:

  • große und kleine Vierecks Kelle, Glättkelle
  • Mörtelkübel zum anrühren
  • Kartätche
  • Blechschere
  • elektrischer Rührer
  • Reibebrett (aus Hartgummi)

Arbeitsablauf:

Ich gehe hier von einer neu gemauerten Wand aus, bei der wir zunächst die Putzprofile setzen.
Man unterscheidet diese in Eckschutzschienen, Abschlussschienen, Rundbogenschienen und Sockelschienen und Außen- bzw. Innenbereich.
Für den Außenbereich gibt es verzinkte Profile mit Weißer Plaste Kante und Besandete (gräulich). Die für den Innenbereich sind nur verzinkt.
Ich persönlich favoritisiere Profile mit breiten Metallgewebeschenkeln – die lassen sich wesentlich besser verarbeiten.

Putzprofile setzen:

Um die Profile auf Maß zu schneiden benutzt man am besten eine Blechschere, man hält die entsprechende Putzschiene an die stelle wo ich sie später befestigen werde und gebe noch einen guten cm hinzu.
Als nächstes befestige ich die Profile mit dem dafür eingerührten Ansetzmörtel (Achtung: nicht zu viel einrühren- er bindet ziemlich schnell ab) , die Eckschutzschienen an den Ecken, die Abschlussschienen an den jeweiligen abschlüssen und die Sockelschiene wie der Name schon sagt am sockel.
Die Profile werden in Lot, Flucht und mit der Wasserwaage überprüft.
Sind alle Profile an der Wand gesetzt wird ihnen wenigstens ein knapper Tag Ruhe gegönnt. Das heißt, fängt man zu früh an die Profile zu belasten, werden sie wahrscheinlich abfallen und all die Arbeit war umsonst.

Angesetzte Putzschienen

Angesetzte Putzschienen

Das Putzen:


Nach genannter Aushärtezeit des Ansetzmörtels können wir uns jetzt den Putz einrühren, in diesem Fall ein Normaler Kalk-Zementmörtel zum Mauern oder Putzen. Dieser wird etwas dünner in der Konsistenz angerührt als wir ihn zum Mauern nehmen würden.
Zum Anrühren bitte ein geeignetes Rührwerk mit entsprechender Kraft verwenden. Ist der Putz eingerührt beginnt man mit dem Auftragen .

Wie trage ich den Putz auf ?

Es gibt 3 gängige Prozeduren.

Erstens: das Anwerfen des Mörtels ,

wird meist mit einer großen Dreieckskelle durchgeführt.

  • Vorteil: geht schnell
  • Nachteil: benötigt Übung und ein Umfeld das “verdreckt” werden kann, es spritzt nämlich .

Zweitens: das maschienelle Auftragen mit Hilfe einer Putzmaschiene.

  • Vorteil: große Zeitersparnis-viel Fläche in kurzer Zeit
  • Nachteil: ziemlich teuer, Kenntnisse mit dem Umgang der Maschine, zusätzliche Arbeiten wie Abkleben und Putzmaschienen-Reinigung.

Drittens: was meiner meinung nach für die meisten in Frage käme ist der Auftrag mit der Viereckskelle und derGlättkelle

  • Vorteil: kaum Kenntnisse erforderlich, nicht teuer, zusätzlicher Dreck hält sich in Grenzen
    Nachteil: dauert etwas.

Um ein zu rasches Ansteifen des aufgebrachten Putzes zu verhindern wird die Wand zunächst vorgenässt. In manchen Fällen kann man auch grundieren, meist reicht aber Wasser.

Jetzt wird eine entsprechende Menge Putzmörtel mit der Viereckskelle auf die Glättkelle gegeben und damit auf die Wand gezogen.
Diesen Arbeitschritt wiederholt man bis eine kleine Fläche von ca. 1m2 auf die Wand aufgetragen ist, und behilft sich nun der Kartätche. Mit dieser zieht man von rechts nach links, dann einmal umgekehrt ,und zum schluss noch einmal von unten nach oben. Wenn möglich sollte man unbedingt auf den Profilen mit der Kartätche abziehen. Nun sollte die Putzfläche schon relativ glatt und eben sein (je nach dem wie man vorher aufgetragen hat), noch vorhandene Löcher werden am besten mit dem Putz der sich auf der Kartätche befindet geschlossen.
Die Arbeitsschritte mit der Kartätche und dem auftragen des Putzes setzen sich solange fort bis ich eine fertige Wandfläche mit flächigem, lochfreiem Putz habe . Nach leichten Anziehen des Putzes ist es sinnvoll mit einem Flächenrabot über die Putzfläche zu gehen. Durch ihn werden Unebenheiten entfernt .

Flächen-Rabot

Flächen-Rabot

Wenn der Putz genug angezogen ist, wird die ganze Putzfläche mit einem Reibebrett und Wasser abgerieben. Das Abreiben schließt nochmal das Gefüge des Putzes und kleinere Unebenheiten und Löcher werden damit ausgeglichen bzw. geschlossen.

Arbeiten mit dem Reibebrett

Arbeiten mit dem Reibebrett

Nach entsprechender Aushärtung/Austrocknung (im Außenbereich sagt man 1,0 mm pro Tag – 1,4 mm sind Regelputzdicke) kann dann entweder ein Farbanstrich oder ein Oberputz zur weiteren optischen Aufwertung der Wand aufgetragen werden.
Für was sich auch entschieden wird, wichtig ist nur – vorher grundieren.

Fertig ist der einlagige Putz an einer Wand! Ich sag nur Do it yourself!