Für die Kreativen unter uns ist es die Herausvorderung schlecht hin, ihre Räumlichkeiten nicht nur wohnlich und schön zu gestallten, sonder interessant und im Idealfall einzigartig. Im Zeitalter der nie enden wollenden Gestalltungs-möglichkeiten, leichter gesagt als getan. Eine Anregung einen Raum mit einem gelungenen ” Eye catcher” ( Blickfang ) Effekt zu gestalten, will ich Euch heute erklären.
Spachtelmasse in einem Ockerton / Fundus auf Kalkbasis / Goldwachs
220 er bis 250 er Schleifpapier / Klebeband
Poliermachine
Info:
Vorne weg möchte ich sagen, dass es etliche Regeln für die Umsetzung von Spachteltechniken gibt. Zu guter letzt bleibt es ein Immitat eines meist natürlichen Untergrundes welches in Handarbeit umgesetzt wird. Damit will ich sagen, dass es jedem selbst obliegt wie groß er die Abstände bei der Fleckspachtelung wählt oder wie viele Spachtelgänge man für richtig hält. In meiner Beschreibung möchte ich Euch einen kleinen Leitfaden für die Umsetzung eines solchen Projektes geben.
Die Vorarbeiten für die Spachteltechnik:
Der Untergrund sollte glatt und in einem gut durchgrundierten Zustand sein.
Wenn der Untergrund leichte Kanten aufweist, ist dies nicht so schlimm. Es genügt den Untergrund mit Tiefengrund zu grundieren. Die Ränder wurden abgeklebt und der Fußboden wurde mit Malerteppich abgedeckt. Vorbildlicherweise liegen die restlichen Materialen in greifbarer Nähe.
Die gesamte Fläche muss mit dem Fundus übergespachtelt werden. Zum Spachteln verwendet man die Venezianische Traufel. Der Fundus benötigt 12 Stunden zum trocknen. Nun schleift man die Fläche gründlich mit dem 220 er Schleifpapier durch. Wundert euch nicht es läßt sich sehr bescheiden schleifen, deshalb nicht zu lange mit dem wegschleifen von Kanten beschäftigen.
Jetzt entstaubt man die Wand und säubert seinen Arbeitsplatz.
Die Spachteltechnik:
1.Fleckspachtelung
Es beginnt der schöne Teil des Projektes, der kreative Part. Wir greifen wieder zur Ven. Traufel und Heber und starten mit der ockerfarbenen Spachtelmasse die erste Fleckspachtelung. Beim Spachteln muss man sehr kräftig aufdrücken und abwechselnde viertelkreise ziehen. Mal im Uhrzeigersin, mal entgegengesetzt. Über die gesamte Fläche verteilt man grob Flecke mit der Masse. Es empfiehlt sich immer die gleiche Menge an Masse aus dem Spachteleimer zu entnehmen.
Tipp: Die Masse hat die Eigenschaft sehr schnell hart zu werden, also immer kleine Portionen entnehmen, zügig und kraftvoll spachteln. Sobald man merkt das die Masse auf der Kelle zu trocken ist, wegwerfen und eine neue Portion aus dem Eimer nehmen.
2.Fleckspachtelung
Bei der zweiten Fleckspachtelung, die nach Einhaltung der 12 stündigen Trockenzeit geschieht, setzt man die Flecken schon etwas dichter und reduziert damit die noch weißen Untergrundstellen erheblich.
3. Fleckenspachtelung
Nachdem wir den groben Spachtelgrad vorsichtig abgestoßen oder etwas weggeschliffen haben, setzen wir die Flecken so, dass keine weißen Untergrundstellen mehr zu sehen sind. Es ist wichtig die 12 Stunden Trockenzeit einzuhalten, sonst bleiben die gewünschten Effekte aus.
Der Finisch
Um dem gesamten Projekt den gewissen glanz Effekt zu verleihen, wird die gesamte Fläche mit einem Goldwachs übergespachtelt. Im Anschluss bringen wir unsere Wand mit der Poliermaschiene auf Hochglanz und erfreuen uns an dem fertigen Projekt.
Tipp: Damit man leichte Verunreinigungen abwaschen kann, empfiehlt sich als Finisch immer eine Wachsbeschichtung, egal ob mit gold, silber oder transparenten Effekt.
Das Thema “Wandtattoos” ist ziemlich aktuell. Durch die leichte Handhabung und die unzähligen Motive kann man schnell und einfach seiner Freundin eine Freude machen oder der Wohnung das gewisse ” I -Tüpfelchen” geben. Wandtattoos sind im Internet oder im Baumarkt erhältlich.
Wandtattoo 1
Sterne
Anbringen eines Wandtattoos:
Vorne weg, ist es wichtig zu wissen das, dass Wandtattoo auf einem Trägerpapier ist. Das Trägerpapier ist in der Regel tranzparent.
Damit das Tattoo auch an der Wand hält, muss man sich vorher vergewissern ob die Wand staub/fettfrei ist. Zunächst entfernt man vorsichtig das Wandtattoo von der Farbigen Folie.
Dann positioniert man es an der gewünschten Stelle und beginnt das Motiv oder wie in meinem Fall, den Schriftzug, fest zu rakeln. Nun kann man die Trägerfolie vorsichtig abziehen. Am Ende sollte man das Motiv noch einmal mit einem Tuch fest antupfen.
Die Farbe ocker ist den Erdtönen zuzuordnen und wirkt dadurch sehr natürlich und gemütlich. Ocker ist ein ziemlich kräftiger Farbton mit einem hohen Wohlfühleffekt. Gerade weil er kräftig ist, empfehle ich ihn überwiegend in großen Räumen zu verwenden. Bei kleinen Räumen, um akzente zu setzen. Er paßt ideal zu allem was mit der Natur zu tun hat. Wer Beispielsweise viel Holz in seiner Wohnung hat oder viele Pflanzen, ist mit diesem Farbton gut beraten. Um die natürlichkeit noch ein wenig zu untermalen, wurde in diesem Beispielbild die Kontrastfarbe grün gewählt. Wohlbemerkt ein leicht warmer und dezenter Grünton, er soll dem Ocker ja auch nicht die Show stehlen in seiner Wirkungskraft.
Die drei Farbtöne, die man hier sehr gut erkennen kann, besitzen einen guten Kontrast zueinander, wirken aber trotzdem sehr homogen. Das liegt daran, das der Basiston ocker ( Farbton links an der Wand ) zwei mal aufgehellt wurde.
Einmal, um einen passenden zweiten Farbton für die Wand zu bekommen und beim zweiten Mal, um den dazu passenden Deckenton zu mischen.
Farbanpassung
Da auch die Möbel in verschiedenen Erdtönen sind, ergibt das Endergebnis ein schönes Gesamtbild. It’s easy – do it yourself
Um in einen Arbeitsbereich ein wenig Frische- und Naturfeeling rein zu bringen, empfiehlt sich die Farbe grün.
Damit der Raum aber an Größe optisch nichts einbüßen muss, wurden die großen Fensterlaibungen und die Lichtwände ( die jenigen Wände die am meisten Tageslicht abbekommen) in einem Altweiß gestrichen und mit dem frischen Grünton Farbakzente gesetzt.