Raumparadies – Der Blog für Raumgestaltung

Do it yourself – Innenraumgestaltung selbst gemacht

Archiv Februar, 2011

Feb
21

Einfach und günstig Fußboden Aufarbeiten

Kategorie: Oberflächengestaltung, Tipps und Tricks

Fußboden Aufarbeitung:

Einen Moment der Unachtsamkeit genügt und man verschüttet versehntlich das Getränk auf den guten Teppich oder man ist stolzer Besitzer eines Parkett/Dielenbodens und bemerkt leider zu spät, dass der Bürostuhl bleibende Schäden am Boden verursacht hat. Viele Optionen bleiben einen dann nicht mehr. Entweder man kauft sich einen neuen Teppich, läßt sich von einer Firma den Fufboden wieder aufwerten oder aber man nutzt einen praktischen und günstigen  Maschinenverleihservice. Ein weiterer Vorteil ist, der Hol & Bringservice für Maschienen. Das Spart Geld und Zeit.

Verdreckte Auslegware

Verdreckte Auslegware

Durch die Verwendung von Textilreinigungsmaschienen ( Nass-trocken-saugern), werden alte  Teppiche grundgesäubert und sehen wieder Optisch ansprechend aus. Holzfußböden, die durch den Einsatz von Schleifmaschienen und Holzhartöl oder Wasserlack, wieder mit frischer Natürlichkeit überzeugen, sind Beispiele für die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten von Miet-Maschienen.
Durch das Mieten bei einem Maschinenverleihservice, spart man nicht nur Geld, sondern sammelt auch neue Erfahrungen, wie praktisch und einfach solche Maßnahmen sind.

Bürost.-Schaden

Bürost.-Schaden

Ein schöner abgeschliffener Holzfußboden, gibt jedem Raum das besondere Etwas. Altbau typisch ist der Dielenfußboden, der früher leider mit einer dicken Farbschicht (Umgangssprachlich Ochsenblut ) versehen wurde , die Heute nicht mehr viele Freunde findet.

Materialien:

Materialien

Materialien

Wer sich dazu entschließt die Aufarbeitung selbst in die Hand zu nehmen, kann bei Firma….. sogar Komplettsets Mieten. Diese enthalten dann z.B. die große Schleifmachine, den Staubsack,  Schleifmaterial, Staubmaske, einen Handschleifer ( Flex) für die Ecken, Schutzbrille, Ohrenschützer, Handschuhe, Knieschoner, Lasur bzw. den Lack in entsprechender Menge, Siebe, Streichmaterial, Hammer und Dorn.

Holzböden:

Allgemein gibt es drei Hauptkategorien von Holzböden. Den Dielenboden, auch genannt Schiffsboden (weil immer Stab an Stab verlegt wird), dass Parkett, welches es in den verschiedensten Verlegetechniken gibt aber überwiegend im Fischgrät und als fertig Parkett.
Fertig Parkett ist vom Aufbau wie Laminat zu sehen, mit dem Unterschied, dass eine sehr dünne Schicht Echtholz als Endschicht dient. Dieses Parkett wird nur in Legerichtung geschliffen und aufgrund seiner dünnen Oberschicht schleift man es nur mit feinem Schleifpapier.

fertig-Parkett

fertig-Parkett

Beim Fertig-Parkett ist das Nägel versenken nicht nötig, da das Fertig-Parkett, wie beim Lamminat, mit einem Nut und Feder Prinzip verlegt wird.
Der Dielenboden muss im sogenannten Kreuzverfahren geschliffen werden.

Holzboden schleifen:

Beim Schleifen selber wird vom Groben ins Feine gearbeitet. Gemeint ist damit die Grobheit der Schleifbänder. Gängig sind die Größen 16er, 24er, 40er, 80er, 120er. Um so niedriger die Zahl, desto gröber ist das Schleifmittel. Welches Schleifband genau verwendet werden muss, hängt von der Dicke der Farbschicht und dem Zustand des Holzfußbodens ab.

Schleifband

Schleifband

Bei einem Dielenfußboden werden zu  Beginn die Nägel entsprechend tief mit Hammer und Dorn versenkt. Wir nehmen mal an der Zustand des Dielenboden ist schlecht. Das heißt die Dielen sind gebogen und mit “Ochsenblut”beschichtet.

Hammer&Dorn

Hammer&Dorn

Dann beginnt man mit dem 16er Schleifband, diagonal zur  Holzmaserung zu schleifen ( Kreuzverfahren) . Somit ebnet man die Dielen und entfernt leichter das “Ochsenblut”. Man arbeitet immer von links nach rechts. Die Machine führt man vorwärts und zieht sie dann mit dem selben Tempo auf der selben Spur zurück. Die nächste Bahn schleift man um eine halbe Walzenbreite versetzt. Um keine Dellen in den Boden zu machen, ist auf flächiges, gleichmäßiges Schleifen zu achten. Da die Machine ja geführt wird, bleibt der Dielenboden hinter der Machine ca 1m bis 1,5 m ungeschliffen. Also dreht man sich um und schleift unter den eben genannten Kriterien die Restfläche, möglichst Ansatzfrei. Wenn man die Fläche fertig geschliffen hat, bestückt man den Handschleifer mit dem 16er Schleifblatt und schleift vorsichtig die Ränder.
Wichtig: Beim schleifen, nie stehen bleiben, weil sich sonst die Schleifwalz in die Dielen hineingräbt.

Schleifblatt-(Flex)

Schleifblatt-(Flex)

Nun bespannt man die große Schleifmachine mit dem 24er Schleifband und schleift erneut diagonal zur Holzmaserung. Wenn dies getan ist, läßt man diesesmal den Handschleifer weg und bespannt gleich die große Schleifm. mit dem 40er Schleifband und schleift ab jetzt nur noch in Holzmaserung. Danach nimmt man die Handschleifmaschine, bestückt sie auch mit dem 40er Schleifblatt und schleift vorsichtig die Ränder. Dieser Ablauf wiederholt sich bis zum letzten Schleifdurchgang.

Übersicht:

Erster Schliff, mit16er, diagonal zur Holzmaserung und im Anschluß Handschleifmachine ( 16er Schleifkorn).
Zweiter Schliff, mit 24er oder 36er, diagonal ohne Handschleifer.
Dritter Schliff, mit 40er in Holzmaserung und im Anschluß mit Hanschleifer (40er Korn)
Vierter Schliff, mit 80er in Holzmaserung ohne Handschleifer.
Fünfter Schliff, mit 100er oder 120er in Holzmaserung, mit Handschleifer (100er Korn)

Lackieren:

Maßgebend für ein gutes Endergebnis sind die richtigen Materialien ( guter Sauger und vernünftiges Streichwerkzeug)
und gute Vorarbeiten. Nachdem man mit dem Schleifen sehr viel Dreck gemacht hat, ist es jetzt umso wichtiger sehr gründlich den Raum von Staub zu befreien. Es reicht nicht nur den Boden abzusaugen. Viel Staub hängt an den Wänden, Türklinken, Heizkörpern, Fußleisten und Fensterbrettern.

Nachdem der Raum komplett staubfrei ist, kann man mit dem streichen der Fläche beginnen. Man beschneidet den Rand mit einem Pinsel aber nicht gleich den kompletten Raum. Es empfiehlt sich den Raum in vier gleichgroße Abschnitte einzuteilen. Wem das beschneiden nicht so liegt, kann sich den Rand auch abkleben.

Wasserlack

Wasserlack

Wenn die Ränder des ersten viertels beschnitten wurden, rollt man mit der Malerwalze ( das Material sollte aus Microfaser sein) in Maserungsrichtung das erste Viertel zu. So arbeitet man sich Viertel für Viertel vor, bis man einmal rum ist.
Nachdem ersten Anstrich stellen sich die feinen Holzfasern hoch. Aus diesem Grund muss man, nachdem der erste Anstrich getrocknet ist, die komplette Fläche mit feinem ( 120er) Schleifpapier Maserungs durchschleifen.
Alles wieder entstauben und erneut durchstreichen. (Wasserlack ist Umweltfreundlich und leicht zu handhaben)
Wer auf nummer sicher gehen will, macht noch einen dritten Anstich.

Da man immer nur so gut arbeiten kann, wie seine Materialien sind, macht es Sinn einen Maschienenverleih zu wählen der von anderen weiterempfohlen wird.
So leicht macht man aus seinem Raum ein kleines Paradies.

(Da dieses Thema sehr umfangreich ist, folgen weitere Post zu diesem Thema w.z.B.

  • Wie bespannt man die große Schleifmachine mit dem Schleifband?
  • Wie bedient man die große Schleifmachine?
  • Montage des Schleifblattes für den Handschleifer ( Flex ).
  • Ecken schleifen mit dem Handschleifer ( Flex ) .
Feb
13

Bau eines Hängeschrankes

Kategorie: Projekte

Auschlaggebend für den Bau des Hängeschrankes war der zwar sehr lange, aber schmale Flur in dem sich sonst kaum eine Stellmöglichkeit für Möbel bot. Warum also nicht in die Höhe gehen und die volle Länge des Flures nutzen. Natürlich kann man sich  inb einem Möbelhaus ein entsprechendes Möbelstück bestellen.
Freunde von mir waren mit der Auswahl und dem Service sehr zufrieden. Ich werde den nächsten Schrank für mein Wohnzimmer dort bestellen (hab mir schon ein ausgeguckt), aber diesen Hängeschrank wollte ich selber bauen.
Die Materialkosten bei diesen Projekt belaufen sich auf ca. 320,- Euro.

Material:

  • Hobby-Holzplatten in den entsprechenden Breiten
  • Lamellen-Türen in den entsprechenden Größen
  • Schaniere
  • Regal system (Metall)
  • Befestigungs-/Verbindungsmittel (Schrauben, Dübel, Winkel etc.)
  • Led-Spots für den Einbau

So wird der Hängeschrank gebaut:

Nach festlegung der Höhe des Hängeschrankes wird das Regalsystem  mit Dübeln an der Wand befestigt und die Trägerelemente eingehangen. Auf diese werden die Bretter gelegt, welche später den Boden des Schrankes darstellen sollen.

Anbau der Front- Blenden

Anbau der Front- Blenden

Oberhalb wird eine Dachlatte oder Konterlatte an der Decke befestigt, an diese kommt von vorn ein ca. 10 cm breites Brett als Front.
Unterhalb des Regal-Bodens wird im entsprechenden Abstand auch eine Latte befestigt. Diese hilft das Brett zu tragen, in dem die Spots eingebaut werden. Die Spots werden einfach in die vorher dazu ausgesägten Löcher eingebaut und verkabelt. Nachdem das zweite Front-Brett unterhalb des Bodens befestigt wurde werden die einzelnen Steher für die Schaniere aufgeteilt und befestigt.
Jetzt kommen die Türen dran, die werden mithilfe der Schaniere an den Stehern befestigt. Danach werden die Türen ausgerichtet, man dreht dazu die Schaniere entsprechend weit rein oder heraus.

Steher einbau

Steher einbau

Wer mag kann das Holz des Hängeschrankes noch Lasieren oder Lackieren.

Hängeschrank fertiggestellt

Hängeschrank fertiggestellt

Diese Anleitung stellt lediglich eine Anregung dar -
Baut einfach euren eigenen Individuellen HängeschrankDo it yourself !