Raumparadies – Der Blog für Raumgestaltung

Do it yourself – Innenraumgestaltung selbst gemacht

Archive for Juni, 2010

Jun
25

Trennfugen beim Spachteln/Putzen

Posted under Putzen, Spachteln

Wie im unteren Bild zusehen, werden sehr oft beim Putzen die Trennfugen zu arbeitenden Bauteilen vergessen. Holz, Kunststoffe, Rigips oder Bleche, um nur einige zu nennen, sind immer Bauteile/Materialien die sehr stark Arbeiten.

Holz ohne Trennfuge zum Putz

Holz ohne Trennfuge zum Putz

Das bedeutet sie verändern ihre Form/Größe bei Temperaturveränderungen oder Austrocknung.
Wird nun direkt an sie angeputzt, dauert es nicht lang und der Putz bekommt Spannungsrisse oder Platzt sogar ab.
An dieser Stelle wären dann Nacharbeiten (neu anputzen /streichen) von nöten, die man sich ganz einfach durch eine Trennfuge im Vorfeld hätte sparen können.
Der Putz wird direkt an dem zu trennenden Bauteil eingeschnitten, die Fuge sollte ca.2-3mm breit sein.

Trennfuge am Holz

Trennfuge am Holz

dauerelastische Fuge herstellen

dauerelastische Fuge herstellen

Vor dem Streichen sollte diese Fuge dauerelastisch verschlossen werden(Acryl).
Trennt die Trennfuge einen Unterputz von einem arbeitenden Bauteil, so wird der nachfolgende Oberputz mit einem einfachen Kellenschnitt vom Bauteil getrennt.

Jun
20

Spachteln einer Porenbetonsteinwand

Posted under Spachteln

Hier erfahrt ihr wie  Wände durch Spachtelverfahren schnell und effektiv aufgewertet wurden. Dieses Verfahren eignet sich insbesondere dort, wo keine absolut planen ebenen Wände gebraucht werden wie zB. Schuppen, Werkstätten oder Kellerräume. Der Unterschied zum Putzen liegt in der Auftragsdicke des Putzmörtels, beim Putzen wird meist eine Putzstärke von ca.1cm erziehlt und die Fläche durch die Kartätsche Eben und Plan gezogen. Bei diesem Spachtelverfahren wird das gleiche Material verwendet, wird aber nur max 3mm Stark aufgetragen. Und nach Ansteifung lediglich nur noch Abgerieben.

Werkzeug:

  • Maurerkelle/Glättkelle
  • Rührgerät
  • Reibebrett
  • Flächenspachtel
  • Malerrolle

Material

  • Putzmörtel (3×25 kg reichen für ca. 17 m2)
  • Klebeband
  • Tiefengrund

Arbeitsablauf Zu Beginn werden alle angrenzenden Teile abgeklebt  oder abgedeckt, man denke auch an den Fußboden wenn dieser schon “schick” ist.

abgeklebte und grundierte Fläche

abgeklebte und grundierte Fläche

Dann wird der Tiefengrund mit Hilfe der Malerrolle aufgetragen, hier nicht sparen sonst zieht der Mörtel später zu schnell an. Nach einem Tag  Trockenzeit wird in einem Mörtelkübel  der Mörtel angerührt. Mit ihm werden anfangs in etwas dickerer Konsistenz alle groben Löcher geschlossen.

Schließen von groben Löchern

Schließen von groben Löchern

Zum nachfolgenden Spachteln sollte die Konsistenz  dünn, aber nicht wässrig sein. Jetzt beginnt man in einer der oberen Ecken und spachtelt mit Kelle und Glättkelle dünn eine Fläche von ca. 1,5 m2 an die Wand. Viel mehr macht kaum sinn weil der aufgetragene Putz trotz Grundierung stark anzieht. Im Anschluss wird mit dem Flächenspachtel einmal Horizontal und einmal vertikal über die Fläche gegangen, hierdurch verschwinden gröbere Löcher, die sonst später mühsam zugerieben werden müssten. Es empfiehlt sich ein  Reibebrett und ein Wassereimer in der Nähe stehen zu haben. Mit dem Reibebrett wird jetzt der angezogene Putzmörtel abgerieben.

Abreiben des Mörtels

Abreiben des Mörtels

Im Idealfall kann frisch in Frisch gerieben werden, das bedeutet das man kein zusätzliches Wasser benötigt (ist aber eher selten der Fall). So wird sich von oben nach unten gearbeitet. Auftragen, abreiben- Fertig !

fertige Fläche

fertige Fläche

Wer sich über die Übergänge Gedanken macht, dem sei gesagt das diese mit etwas zugabe von Wasser sehr gut angerieben werden können. Am Ende noch das Klebeband entfernen und die Trennfugen zu arbeitenden Bauteilen nicht vergessen (Holz, Blech,Rigips usw.) Wer an einen späteren Farbauftrag denkt sollte die Wand nach Austrocknung nochmals satt mit Tiefengrund grundieren. Spachtelverfahren - Do it yourself !

Jun
16

Maler für private Malerarbeiten einfach finden

Posted under Allgemein

Letztens erfuhr ich von einen Freund, dass er  jemanden suche, der ihm sein neugebautes Haus streicht und tapeziert.

Da mein Freund zwei linke Daumen hat, war er auf Fachpersonal angewiesen. Er erzählte mir von mehreren Handwerkerportalen im Netz, auf denen man in verschiedenen Kategorien Aufträge vergeben kann. Er sagte mir, er würde entweder bei Myhammer oder bei Blauarbeit sein Glück versuchen. Was er wohl dann auch getan haben muss, denn wenig später erzählte er mir begeistert wie einfach das alles funktioniert. Einfach Kategorie auswählen, kurz den Auftragsumfang beschreiben und evtl. seine Preisvorstellungen angeben. Fertig!

Nach kurzer Zeit hatten sich viele potentielle Maler, gemeldet und ihre Gebote abgegeben. Da ich etwas Erfahrungen in der Baubranche habe, empfahl ich ihn die goldene Mitte zu wählen und desweiteren auf die Bewertungen der jeweiligen Bewerber zu achten. Durch die Bewertungen der einzelnen Auftragnehmer wird ein gewisses Maß an Transparenz und Sicherheit erzeugt, welches einen davor bewahrt böse Erfahrungen selber machen zu müssen.

Mein Freund zumindest war sehr begeistert, hatte er doch auf unkomplizierte Weise von zu Hause aus seinen Maler und Lackierer gefunden. Das Haus ist vor einer guten Woche fertig gestellt worden und alle Parteien waren zufrieden.

Ich denke das diese Internetportale eine gute Möglichkeit darstellen, für jegliche Auftragsvergabe schnell und einfach, eine sehr große Anzahl von Auftragnehmern und Fachleuten zu erreichen. Wir werden schließlich alle nicht jünger und wer möchte im Alter denn nicht gerne Hilfe beim Renovieren oder bei der Gartenarbeit haben.

Jun
12

Abdichten eines Sockels

Posted under Projekte

Feuchtigkeit im Haus ist Bauwerksschädigend und Gesundheitsschädlich. Daher sollte bei Feuchtigkeitsfeststellung im Inneren sofort Maßnahmen unternommen werden. Ihr erfahrt hier wie ein Sockel eines älteren Hauses gegen nichtdrückendes Wasser (Spritzwasser etc.) abgedichtet und wieder Optisch aufgewertet wird.

alter Sockel

alter Sockel

Material:

Dichtschlämme
Mauermörtel
Klebespachtel(Frostsicher und Wasserabweisend)
Fassadenfarbe/Sockelputz
Grundierung

Werkzeug:

Maurerkelle/Glättkelle/Stecher
Reibebbrett
Malerquast/Bürste
Klebeband
Pinsel/ Malerrolle

Arbeitschritte:

Um einen möglichst ebenen Untergrund für die nachfolgende Dichtschlämme zu haben, werden vorab grobe Unebenheiten(Löcher) mit dem Mörtel geschlossen. Hiernach wird eine sogenannte Kehle hergestellt .

hergestellte Kehle

hergestellte Kehle

Dies geschieht folgendermaßen: es wird etwas Mörtel in die Ecke zwischen Sockel und Boden gedrückt und anschließend mit dem Stecher glattgezogen. Die Kehle braucht in diesen Fall nicht viel breiter sein als der Stecher.
Nach genügender ansteifung des Mörtels wird die Dichtschlämme eingerührt. Zuvor sollte aber die entgültige Sockelhöhe festgelegt werden.

anzeichnen der Sockelhöhe

anzeichnen der Sockelhöhe

Die Dichtschlämme sollte eine Sämig-Flüssige Konsistenz haben. Nach dem ersten einrühren empfiehlt es sich 5 min zu warten und danach nochmals zu Rühren. Nachdem alle angrenzenden Bauteile mit Klebeband geschützt sind wird die Schlämme mit der Malerbürste aufgetragen. In der Regel genügen zwei Arbeitsgänge.

Auftragen der Dichtschlämme

Auftragen der Dichtschlämme

An schwer zugänglichen stellen wird der Pinsel benutzt. Die Kehle wird mitgeschlämmt.
Spritzer auf anderen Untergründen gleich entfernen! Dichtschlämme ist nach Aushärtung nur sehr schwer entfernbar. Am nächsten Tag wird die Oberkante des zukünftigen Sockels mit Klebeband abgeklebt – dadurch erhält man eine schöne gerade Kante nachdem entfernen des Klebebandes.

Sockeloberkante abgeklebt

Sockeloberkante abgeklebt

Jetzt wird der Klebespachtel/Mörtel mit Glättkelle und Kelle aufgetragen ( ca. 2-3 mm). Nach ansteifung wird dieser mit dem Reibebrett abgerieben. Es sollte eine feine Struktur auf der Oberfläche sichtbar sein. Bitte immer nur kleine Flächen auftragen und abreiben (wenn man allein arbeitet), da bei der geringen Auftragsdicke die Gefahr besteht das der Spachtel zu sehr anzieht und man ihn nicht mehr rechtzeitig abgerieben bekommt. Ist die fertig gespachtelte Fläche abgetrocknet,wird sie grundiert und mit einem neuen Anstrich oder Sockelputz versehen.

Sockel selber abdichten – Do it yourself!

Jun
09

Bohrstaubauffanggerät Kärcher DDC50

Posted under Werkzeuge

Werkzeugbeschreibung Kärcher DDC50

Wer vor hat Dreck- und Staubfrei Löcher in verschiedenartige Untergründe zu Bohren, der kommt an diesem Gerät nicht vorbei. Im inneren des Kunststoffgehäuses befindet sich eine kleine batteriegetriebene Vakuumpumpe.
Durch sie wird in einem kleinen Feld auf der Rückseite des Gerätes ein Unterdruck erzeugt, so das das Gerät an den Untergrund gesaugt wird. Dies funktioniert sogar auf Rauhfasertapete!
Oberhalb befindet sich eine kleine Öffnung in die die Bohrer eingeführt werden können. Beim Bohren wird der Bohrstaub von einen kleinen Auffangbehälter festgehalten. Betrieben wird das Bohrstaubauffanggerät von zwei
AA-Batterien.

Verwendung/Anwendung

Nachdem die Makierung gesetzt wurde (späteres Bohrloch), setzt man das Bohrstaubauffanggerät mit dem Loch über  die Makierung. Jetzt wird der Schalter betätigt und das Gerät saugt sich fest. Nach dem Bohrvorgang wird der Bohrer herausgezogen und das Gerät ausgeschaltet. Ein kleiner Schalter unterbricht das Vakuumfeld wieder, so das das Gerät abgenommen werden kann. In der Praxis leistet das Gerät gute Dienste, einzig der vorhandene Bohrstaub im Auffangbehälter rieselt bei falscher handhabung wieder etwas heraus und  die Pumpe ist etwas laut.

Jun
04

Schabloniertechnik

Posted under Allgemein

Das Schöne an der Technik des schablonierens ist, dass man mit wenig Materialien, Aufwand und Kosten, seine Untergründe verschönern, oder bestimmten Räumlichkeiten seinen eigenen Charakter oder Stil geben kann.

Materialien:

  • Farbton seiner Wahl
  • Schablonierpinsel oder einen 12er Ringpinsel
  • Unterlage zum abtupfen überschüssiger Farbe
  • Kreppband
  • Wasserwage & Bleistift

Gestaltung durch Schabloniertechnik

Damit am Ende das Gesamtbild stimmt, werden die Wände, an der später die Sitzecke steht, erst einmal als Panel in einen warmen Aprikosenton gestrichen. Der Aprikosenton findet sich auch in dem Polsterbezug von der Sitzecke wieder. Damit das Panel auch gerade wird, mißt man am Anfang und am Ende der Wände immer die selbe gewünschte Höhe ab. In meinem Fall betrug dies 1,40m und macht mit dem Bleistift eine dezente Markierung. Bei dem nächsten Arbeitsschritt, empfiehlt es sich zu zweit zu arbeiten. Man nimmt den Schnurschlag, zieht die Schnur auf die benötigte Wandlänge herraus, hält die Schnur an die markierten Aussenpunkte der Wand, achtet darauf das die Schnur auch straff gezogen ist und läßt die Schnur gegen die Wand schnipsen. Wenn man nun mit dem Kreppband der Schnurschlaglinie entlang abklebt, sollte man einen Abstand von 0,2 mm bis 0,4mm lassen. Nachdem alles abgeklebt und zugerollt ist, wenden wir uns der Schabloniertechnik zu. In meinem Fall, hat man sich für die Schablone  im indischen Stil entschieden. ( Klicken sie hier, um mehr zum Thema: arbeiten mit dem Schnurschlag zu erfahren )

Tipp: Wer keinen Schablonierpinsel besitzt kann sich ganz schnell selber einen basteln. Man nimmt einen großen Ringpinsel (mindestens 12er) und umwikelt die Borsten mit Kreppband, so dass die Pinselspitzen maximal 0,5mm zu sehen sind. Fertig ist der Schablonierpinsel

Schabloniertechnik

Die Herausvorderung bei dieser Technik besteht darin, die Schablone so zu setzten, dass eine akkurate Gerade entsteht und dass man beim schablonieren nicht die Farbe unter die Schablone tupft. Wie man das anstellt, erfahrt ihr in den nächsten Zeilen Schritt für Schritt.

Damit ich zum anlegen der Schablone nicht extra einen neuen Schnurschlag machen muss, benutze ich die Oberkante des Panels als Anlegekante für meine Schablone. Auf diese Art und Weise bekomme ich eine schöne gerade verlaufende Schablonentechnik. Um die Schablone zu befestigen klebt man einfach Klebeband oben und unten an die Schablone. Damit beim schablonieren nicht Farbe hinter die Schablone kommt, muss man nur drei Dinge beachten. Die Schablone muss so eng wie möglich an der Wand anliegen, nachdem mit dem Schablonierpinsel ein wenig Farbe aufgenommen wurde, muss unbedingt die überschüssige Farbe auf einer Unterlage abgetupfen werden.  Zu guter letzt, wird die Farbe mit wenig Druck auf die Schablone getupft. Nach ein paar Tupfern den Druck leicht erhöhen. Beim Schablonieren ist weniger oft mehr. Wenn man die gewünschte Deckkraft erreicht hat, nimmt man die Schablone ab und setzt sie Musterüberlappend wieder an. Hierbei sollte man sich Zeit lassen und ein gutes Augenmaß besitzen. Ziel ist es den Verlauf des Musters so bei zu behalten, dass man am Ende denken könnte da wurde eine Borte geklebt.

Tipp: Eine Schablonentechnik muss nicht hundert prozent decken, so wirkt sie Antik.

Viel spaß beim selbst probieren. ;)