Okt
06
Kategorie:
Projekte Umgestaltung einer Decke
Hier erkläre ich, wie man eine in die Jahre gekommene, durch Wasserschäden verunstaltete Decke, instand setzt und zu einem dezenten Hinkucker werden lässt.

Baddecke
Material für die Instandsetzung der Decke:
- Abdeckfolie/Klebeband
- Betonkontakt (dient als Grundierung und Haftbrücke)
- Armierungsgewebe (gegen erneute Rissbildung)
- zwei Sack Rotband (Putzgips)
- Tiefengrund (Grundierung)
- ein Eimer Farbe
- Abtönfarbe (Farbe nach wahl)
- Eckleisten
- Styroporplatten 1cm stark
- Styropor Stuckleisten
- Montagekleber/Acryl
- Feinspachtel
- Schleifpapier (100er Körnung)
Werkzeug für die Instandsetzung der Decke:
- Elektro-Rührer
- kleiner Mörtelkübel
- Viereckskelle/Glättkelle
- Flächenspachtel
- Wasserwaage 1m
- Malerrolle / Pinsel / Maus / Abstreichgitter
- Cuttermesser
- Kartätche
- Schwammbrett
- Gehrungslade
Arbeitsablauf:
Vorarbeiten:
Vorweg ist zu erwähnen, dass es sich in diesen Fall um eine Stahlbetondecke der Größe 2x2m handelt, die an einigen Stellen Risse aufweist und einen leichten Wasserrschaden hatte.
Nachdem der Raum samt der Einrichtung entsprechend vorbereitet wurde (Abdeckfolie ausgelegen, Abkleben ggf. alte Tapete entfernen), wird die Decke mit Hilfe der Malerrolle mit dem Betonkontakt grundiert. Diese Haftbrücke richtig auftrocknen lassen, dabei die Herstellerangaben beachten.
Decke Putzen:
Nun rührt man sich mit Hilfe des Elektro-Rührers den Putzgips in dem Mörtelkübel ein, er sollte von der Konsistenz her cremig sein.
Der Putz wird nun mit Hilfe der Viereckskelle und der Glättkelle auf die Decke gezogen. Am einfachsten geht das Putz auftragen , wenn man die Glättkelle nicht direkt Richtung Kopf zieht. Es empfielt sich auch die Bewegungen ruhig zu vollziehen. Eine Auftragsstärke von knapp 1cm sollte reichen, wenn die Decke größtenteils eben( plan ) ist. Da die Decke von der Fläche nicht so groß ist, kann man den Putz auf die gesammte Decke auftragen, bevor man das Armierungsgewebe in den Putz einlegt. Bei größeren Decken empfiehlt es sich immer nur Teilstücke (ca. 1x1m) zu bearbeiten. Beim einlegen der Armierung sollte auf die Überlappung von 10 cm geachtet werden. Zum Abschluss wird mit dem Flächenspachtel einmal grob abgeglättet. Ist das Gewebe vollflächig eingelegt wird eine zweite dünne Schicht Putz aufgetragen und mit einer kleinen Kartätche geglättet. Man wartet bis die Putzoberfläche etwas angesteift ist und benutzt nun Wasser und ein Schwammbrett um die Putzoberfläche aufzurauhenden. Danach wird der Flächenspachtel sehr flach gehalten und über die gesammte Fläche gezogen. Das Ergebnis sollte eine kommplett geglättete Deckenfläche sein.
Dem Putz wird nun genug Zeit zum austrocknen gegeben, er ist durchgetrocknet wenn keine dunklen Flecken mehr zusehen sind und er gleichmäßig hell ist.
Die Styroporfläche:
Nachdem die Decke grundiert wurde und getrocknet ist, werden die Styroporplatten auf die gewünschten Maße, mit dem Cuttermesser, zugeschnitten. Zum ankleben der Styroporplatten an die Decke, wurde Montagekleber verwendet. Den Kleber am besten schlangenlinien förmig auf der Platte verteilen. Nachdem die Platten mittig angeklebt wurden, müssen die Übergänge von der Platte zur Decke mit Acryl verfugt werden. Die Styroporfläche hat nun die Maße 1,00m mal 1,50m. Dann wurde nochmals eine Platte ( unbearbeitet ) mittig auf die Styroporfläche geklebt und die Anschlüsse mit Acryl verfugt. Da Styropor eine leichte Struktur aufweißt, die ich am Ende nicht mehr haben möchte, muss man die Fläche mit Tiefengrund grundieren und anschließend feingespachtelt werden. Nun wird die gespachtelte Fläche vorsichtig durchgeschliffen und grundiert. Danach wurden die Styropor-Eckleisten mit einer Gehrungslade zugeschnitten und mit dem Montagekleber angeklebt.
-
Der Anstrich:
Bei der Auswahl der Farben dienten die Fliesen zur Orientierung. Dies hat auch den Effekt, dass der Raum nach Beendigung der Arbeiten ein harmonisches Gesamtbild abgibt. Als erstes wurde die Styroporplatte in der Mitte und die restliche Betondecke in einem dezenten Beigeton gestrichen. Nachdem der Beigeton getrocknet war wurde der Rest in einem warmen hellen Grünton gestrichen. Hierbei war es wichtig darauf acht zu geben, die bereits in beige gestrichenen Elemente sauber zu beschneiden. Zu guter letzt wurden alle Abdeckmaterialien entfernt. Mit einem Otto Gutschein wurden fix noch passende Dekorationen gekauft und so wurde aus dem Badezimmer mit wenig Aufwand ein kleines Paradies.

- Fliese
Okt
05
Kategorie:
Materialien Einbau von Rigipskonstruktionen/Trockenbau
Rigips eignet sich als Werkstoff sehr für den Einsatz in bereits Bewohnten Räumen da er unproblematisch zu Transportieren ist, man sehr wenig zusätzliche Naß-Baustoffe benötigt und sich der “Dreck” der entsteht in grenzen hält. Der Standartmäßige Trockenbau besteht aus der Unterkonstruktion (z.B. Ständerwerk aus Metall) und den darauf geschraubten Gipskartonplatten die zum schluss verspachtelt werden.
Die Vorarbeiten:
Egal ob Küche, Bad ,oder Büro als erstes heißt es Baufreiheit schaffen und den Fußboden mit einer belastbaren Folie auslegen, diese am Untergrund mit Klebeband Fixieren damit nichts verrutscht. Als nächstes werden die Möbel im Raum beiseite geschoben oder entfernt. Entscheidet man sich dafür die Möbel im Raum zu lassen, ist es sehr wichtig diese mit einer leichten Malerfolie abzudecken, damit z.B. die exquisiten Büromöbel nicht beschädigt werden. Für die Lagerung der Baumaterialien sollte ein Ort in der Nähe des Projektes gewählt werden, da man sonst seine Zeit für das hin und her laufen verschwendet.
Die Unterkonstruktion:
Sie wird aus den sogenannten CW-Profilen für die Vertikale, und UW-Profilen für die Horizontale hergestellt.
Beim herstellen von Trockenbauwänden werden die UW-Profile zunächst mit einer Anschlussdichtung versehen, welche auf die Profile geklebt werden. Danach werden die UW-Profile Unterhalb und Oberhalb an die markierte Stelle gedübelt oder geschraubt. Nun folgen in der Vertikalen die CW-Profile, man stellt davon eins links und eins rechts an die Wände und befestigt diese wie die UW-Profile mit Dübeln oder Schrauben (auch hier die Anschlussdichtung nicht vergessen und das Lot kontrollieren). Die weiteren CW- Profile teilt man auf die Länge der Wand auf und stellt sie in die UW-Profile, wobei man die Breite der Gipskartonplatte als Rastermaß nimmt. Das heist bei einer Platte mit den Maßen Länge 2,00m x Breite 1,25 würden meine CW-Profile alle 62,5 cm auseinander stehen. Zum befestigen der aufgeteilten CW-Profile werden Blechschrauben oder eine Art Vernietungszange benutzt.
Ist in der Wand eine Tür vorgesehen wird diese mit U-Aussteifungsprofilen in der Vertikalen ausgebildet, hierbei ist die breite der Späteren Einbau Türzarge zu beachten. Die Türzarge wird mit den Austteifungsprofilen verbunden. Den Türsturz stellt man aus einem UW-Profil her, bei den die Enden etwas länger als die Tür Breit ist gelassen werden. Die Enden werden um 90° verbogen und an die U-Austeifungsprofile geschraubt.
Bei Decken kann die Unterkonstruktion aus Holz oder Metall bestehen. Auch hier gibt es im Handel Verschiedene Abhängesysteme. Der Aufbau hier ist ein Deckenprofil (Grund-Tragprofil) welches an Direktabhängern oder Speziellen anderen Abhängesystemen an die alte Decke befestigt wird (vorher alte Decke auf Tragfähigkeit prüfen!). Auf die Deckenprofile werden die Gipskartonplatten geschraubt.

Die Gipskartonplatten:
Gipskartonplatten (umgangssprachlich Rigipsplatten genannt) werden mit Hilfe von Schnellbauschrauben auf der Unterkonstruktion befestigt. Es gibt verschiedene Stärken, Größen und Anwendungsmöglichkeiten.
Beim sogenannten “Beplanken”, werden die Platten im Versatz an die Profile geschraubt. Der Versatz dient dazu der Wand stabilität zu geben. Beim doppelten Beplanken wird im Versatz zur ersten Beplankung gearbeitet das heist keine Fugen übereinander!
Ist eine Seite geschlossen, können von der anderen Seite Elektro- oder Sanitärinstallationen sowie Vorbereitungen für besondere Lastaufnahmen (z.B. Einbau einer Bohle, an der später der Küchenschrank hängen soll) eingebaut werden. Zu guter letzt wird der Hohlraum der Wand mit Dämmstoff aufgefüllt, dadurch wird eine Verbesserung des Schallschutzes erzielt. Jetzt wird auch die andere Wandseite mit Gipskartonplatten geschlossen.

Beplanken von Ständerwerk
Das Spachteln:
Um die fast fertige Wand optisch aufzuwerten werden nun die Schraublöcher und die Fugen zwischen den Platten verspachtelt. Als Werkzeug dienen hier eine kleine Viereckskelle und eine Glättkelle sowie eine art “Kastenform” in der man die Spachtelmasse anrührt. Im Handel gibt es spezielle Gipsspachtelmassen, es sollte da jeder selber seinen Favoriten wählen. Es empfiehlt sich in die Fugen einen Glasfaser Bewehrungsstreifen einzuarbeiten da dieser nachträgliche Risse vermeidet.
Vom Arbeitsablauf her ist es ratsam die Fuge einmal mit Spachtelmasse vorzudrücken und dabei den Bewehrungstreifen einzulegen. Man lässt die Fuge Trocknen und Stößt , wenn man gut beim ersten mal gespachtelt hat, nur grob mit der Glättkelle die Fuge einmal entlang. Jetzt wird das zweite mal gespachtelt und darauf geachtet das keine Löcher oder Striemen zu sehen sind. Die Fugen werden abermals trocknen gelassen.
Dann werden sie mit einem 80er oder 100er Schleifpapier geschliffen, bis sie glatt und Flächig sind.

Spachtelmasse
Tipp: der Profi schleift mit der einen Hand und erfühlt die Ebenheit mit der anderen.
Sollte das Ergebniss nicht überzeugen – nochmal Spachteln,Trochnen lassen und Schleifen. Alle Übergänge zu anderen Bauteilen (Wände, Decken) werden mit einer dauerelastischen Fuge versehen (Acryl).