Archiv Oktober, 2009
Okt
31
Kategorie:
Putzen Das Strukturieren
Vorweg nochmal die Erklärung, das sogenannte Strukturieren ist das Verputzen einer Wand mit einem Oberputz/Edelputz.
Dieser wird auf die Wand aufgetragen und mit Hilfe eines Reibebrettes gerieben (Strukturiert).
Ich setze hier vorraus das ein geeigneter Untergrund vorhanden ist. Es kann sich dabei um Rigipswände, Gipsputzwände, oder Wände die mit einem Kalk-Zementputz als Unterputz versehen wurden, handeln.
Wichtig ist vor dem Strukturieren unbedingt die Fläche zu Grundieren.
Material:
- Grundierung ( am besten mit Quarzsand-anteil, ist aber kein muss)
- Edelputz (zb. Scheibenputz oder Münchener Rauhputz in gewünschter Körnung)
- Abklebe- und Abdeckmaterial
Werkzeug:
- geeignetes Reibebrett ( mein Favorit: Styroporreibebrett)
- Elektrischer Rührer
- Glättkelle
- Mörtelkübel
- Viereckskelle (Groß)
- 2-3 Eimer
- Malerrolle mit Telestange
- Heizkörperpinsel
Der Arbeitsablauf des Strukturierens:
Nachdem man die Umgebung der Fläche beräumt hat, und angrenzende Bauteile vor Verschmutzung geschützt hat (Abkleben/Abdecken), beginnt man mit dem Grundieren. Hierzu wird die Grundierung mit der Malerrolle auf die großen Flächen aufgetragen. Für kleine bzw. schwer erreichbare Stellen wird der Pinsel benutzt. Es ist auf ein Flächendeckendes und gleichmäßiges Grundieren zu achten.
Jetzt lässt man die Grundierung 24 Stunden Trocknen.
Das Putz anrühren:
Die Putzmenge richtet sich nach der Fläche, zur Mengenermittlung helfen die Herstellerangaben auf den Putzgebinden. Kleiner Tipp: besser etwas mehr kaufen als wenn nachher ein halber Quadratmeter an der Wand fehlt!
Man gibt etwas Wasser in den Mörtelkübel und gibt den Putz dazu, nun beginnt man mit dem Handrührgerät den Putz und das Wasser zu vermischen. Der Putz sollte eine nicht zu Dicke konsistenz haben, er sollte gut von der Kelle gleiten und leicht aufzuziehen gehen. Ist die Konsistenz erreicht, wird dem Putz nochmal gute 5 min zum Quellen gegeben.
Danach wird er nochmals gut durchgerührt, und in den Eimer umgefüllt.
Das Aufziehen:
Nun beginnt man mit dem Aufziehen, das bedeutet das man mit Hilfe der Viereckskelle und einer Glättkelle den Putz auf die Wand aufträgt. Dazu wird die Glättkelle ziemlich steil gehalten und nach oben gezogen. Dabei sollte ein deutliches Kratzgeräusch zu hören sein. Es ist ratsam, nachdem man eine kleine Fläche vorgezogen hat, nochmals die Fläche mit der Glättkelle abzuziehen. Diese wird dazu noch steiler gehalten, man nennt das auf Kornstärke abziehen . Wichtig : sollte die Fläche größer sein, ist es ratsam diese Arbeiten mit mehreren Personen auszuführen-da man sonst nicht mit dem Strukturieren hinterherkommt. Das verhältnis hierbei wäre, 1 Strukturierer kommt auf zwei Aufzieher oder zwei Strukturierer kommen auf 5 Aufzieher.
Ist die Fläche aufgezogen beginnt man mit dem Strukturieren.
Das Strukturieren:
Zum Strukturieren wird die vorher aufgezogene Fläche mit dem Reibebrett abgerieben. Dazu werden mit dem Brett kreisförmige oder achtförmige Bewegungen ausgeführt. Bei manchen putzen wie zb. dem Münchner Rauputz gehen
auch auf und ab oder hin und her Bewegungen, ganz nach dem Optischen Anspruch dem man hat.
Hilfreich ist es , öftermal das Reibebrett mit der Viereckskelle von dem daran haftenden Schlamm zu befreien. Diesen
Schlamm hat man sonst unschöne Schlieren zu verdanken.
Meint man mit dem Strukturieren der Fläche fertig zu sein, tritt man ein paar Meter zurück und lässt die Fläche auf sich wirken. Man sucht mit dem Auge nochmals nach Schlieren oder gar ungeriebenen Stellen im Putz. Solange der Putz noch frisch ist kann man nochmal vorsichtig nachreiben.

Ist man fertig, entfernt man Klebebänder und Folien, und schützt die Putzfläche vor Regen, Sonne oder Wind.
Allgemeiner Tipp: Es empfiehlt sich immer auf eine geputzte Fläche im Außenbereich einen Egaliesierungsanstrich (ist eine Art Fassadenfarbe) aufzubringen. Er sorgt für eine gleichmäßige Optik und schützt den Putz zusätzlich.
Damit wäre die Wand fertig Strukturiert – Do it Yourself !
Okt
29
Kategorie:
Werkzeuge Werkzeugbeschreibung Styroporreibebrett
Das Reibebrett hat die Abmessungen 32,0 x 18,0 x 3,0 cm, und besitzt an der einen Seite eine Spitze.
Es besteht aus einen sehr leichten aber wiederstandsfähigen Styropor. Im Handel erhält man ein solches Brett
ab ca. 2,- Euro.
Verwendung/Bedienung:
Das Styroporreibebrett wird zum Strukturieren (Reiben) von Putzen verwendet. Es handelt sich dabei in erster
Linie um Edelputze wie etwa Mineralische Oberputze oder Silikatputze.
Beim Reiben werden mit dem Brett, abhängig von der gewünschten Optik, entweder Kreisende- oder auf und ab bzw. hin und her Bewegungen vollzogen.
Der Vorteil dieses Reibebrettes ist sein Gewicht und sein gutes Händling.

.
Okt
27
Kategorie:
Werkzeuge Werkzeugbeschreibung-Blechschere
Die Blechschere hat annähernd die Form einer Schere, nur das die Griffenden gerade sind und keine Grifflöcher haben.
Die andere Seite ist mit den Schneiden besetzt, welche auch leicht gezahnt sein können. Mit den Zähnen soll ein abrutschen vom Blech vermieden werden. Es gibt Blechscheren für Rechts- und Linkshänder,
darauf sollte man beim Kauf achten. Lange freude hat man an seiner Schere wenn man beim Kauf ein Paar Euro mehr ausgibt, billige Exemplare neigen dazu schnell stumpf zu werden.
Der Kostenfaktor beläuft sich hier auf etwa 4,95- Euro für ein günstiges Modell.
Verwendung /Bedienung:
Blechscheren werden überwiegend zum Schneiden bzw. zum Zertrennen von Metallteilen (meist Blechen), mit bis zu einer Dicke von ungefähr einen guten Millimeter , verwendet.

Okt
25
Kategorie:
Werkzeuge Schwammbrett – Werkzeugbeschreibung:
Das Schwammbrett besteht aus Kunststoff und hat auf der einen Seite einen Griff und auf der anderen eine etwa 3-4 cm dicke aufgeklebte Schwammschicht. Die Fläche dieses Schwammes beträgt ca. 28x13cm.

Verwendung/Bedienung:
Dieses Brett wird haupsächlich zum verfugen von Fliesen oder Steinen verwendet. Es hilft aber auch beim Putzen, wenn man zum Beispiel ein sehr feines Reibebrett benötigt.

Okt
22
Kategorie:
Tipps und Tricks Projekt Dokumentation
Oft sagt man sich insbesondere bei größeren Projekten, hätt ich das ganze Geschehen doch irgendwie festgehalten.
Hinterher ist es dann meistens zu spät. Dabei gibt es doch nichts Schöneres als sich entspannt, zum Beispiel in seinem
neugebauten Haus, vor den Kamin zu setzen und sich das Entstehen der eigenen vier Wände in seinem Fotobuch anzusehen. Dabei muss es nicht immer der Hausbau sein, auch kleine Projekte wie die Renovierung einer Wohnung oder das Bauen einer Eisenbahnplatte kann man für für später festhalten.
Hier ein paar Möglichkeiten :
Das Bautagebuch:
In diesem Bautagebuch werden von Anfang an tagebuchartig alle wichtigen Erreignisse festgehalten. Diese können
natürlich auch wöchentlich oder nach Fertigstellungsschwerpunkten (beim Hausbau z.B. der erste Spatenstich, das
Betonieren der Bodenplatte, Anfang der Maurerarbeiten usw.) aktualisiert werden. Nützlich hier sind Fakten wie etwa
Datum, Zeit, Wetter, Ausführendes Gewerk, Tätigkeiten, Maschienen/Baumaschienen, besondere Erreignisse…
- Diese Dokumentationsmethode wird überwiegend bei größeren Vorhaben angewandt.
Das Fotobuch:
Bei dieser Art der Dokumentation handelt es sich wie der Name schon sagt, fast ausschließlich um die bildliche
Darstellung des Projektes. Sie kann in Verbindung mit einem Bautagebuch oder separat geführt werden.
In einem Fotobuch wird mit schicken Fotos die Entstehung des Projektes gezeigt. Es können zum Beispiel ausgewählte “Vorher-Nachher” Bilder, Panorama-Ansichten oder Bilderfolgen von einem bestimmten Arbeitsablauf abgebildet werden. Es gibt viele Stylischen Photoalben im Handel, mit denen man die ganze Sache abrunden kann.
Das Fotobuch stellt eine schöne Geschenkidee dar, mit der man jeden Bastler eine Freude machen kann.
Der Phantasie sind wie bekanntlich, auch hier keine Grenzen gesetzt.
- Diese Dokumentationsmethode eignet sich für alle Projekte im überwiegend privaten Bereich.
Der Projekt Blog/die Projekt Website:
Diese Dokumentationsart ist für alle empfehlenswert, die die Entstehung ihres Projekts möglichst vielen Menschen zeigen wollen. Wer sich für eine Website entscheidet sollte etwas mit der Materie (Websites) vertraut sein. Ein Blog eignet sich eher für Leute die mit dem Computerkrams weniger zu tun haben, und einfach schreiben wollen. Bei beiden Dokumentationsarten kann man mit guten Fotos ein interessantes stylisches Gesamtbild erreichen.
- Diese Dokumentationsmethode eignet sich für alle Projekte, die jeder sehen soll.
Die Bau-/Projektwebcam:
Die Webcam eignet sich hervorragend, um aus größerer Entfernung, und für viele Personen ein Blick auf das Baugeschehen/Projekt zu haben. Videoaufnahmen lassen sich, wenn es die Quallität zulässt, auch später zu einer Zeitrafferaufnahme oder ähnlichen interessanten Features verarbeiten. Webcams lassen sich in Websites integrieren.
- Diese Dokumentationsmethode eignet sich für alle größeren Projekte, Umgang mit Webcam und deren Anschluss vorrausgesetzt.
Okt
21
Kategorie:
Werkzeuge Werkzeugbeschreibung Fugenkelle
Die Fugenkelle besteht aus einem flachen, ca. 20 cm langen Blatt, an deren ende ein runder Holzgriff
befestigt ist. Es gibt Fugenkellen aus Plaste, gängig sind jedoch Metallkellen.
Hergestellt werden Fugenkellen in verschiedenen Breiten, wie zum Beispiel 6mm,8mm,10mm,12mm,14mm.
Kosten ab 5,-Euro
Verwendung/Bedienung:
Den häufigsten Einsatz finden Fugenkellen beim Verfugen von Sichtmauerwerken. Eine Kelle dieser Art ist
aber auch hilfreich wenn man an stellen arbeitet die schlecht zugänglich sind.
Beim Verfugen wird meist Mörtel von einer anderen Kelle (zb. Glättkelle) mit der Fugenkelle in die Fuge
gedrückt. Anschließend wird die Fugenkelle mit leichten Druck über den Mörtel gezogen, so das die Fuge glatt
und geschlossen ist.

Okt
16
Kategorie:
Werkzeuge Werkzeugbeschreibung Elektro-Rührgerät
Das Elektro-Rührgerät besteht im oberen Teil aus einem durchzugsstarken Motor, um den herum zwei Griffe und der
Betriebstaster angeordnet sind. Seitlich gibt es bei den meisten Geräten einen Geschwindigkeits-wahlschalter, der in der Regel zwei Stufen hat. An der Unterseite des Motors befindet sich eine Aufnahme (Kupplung) für den Rührer.
Im Handel gibt es verschiedene Handrührer mit unterschiedlich starken Motoren und Rührergrößen. Hier sollte je nach Anwendung das entsprechende Modell gewählt werden. Die Preise für ein gutes Gerät beginnen hier beiknapp 200,- Eur und reichen bis an die 1000,- Euro heran.
Hier ein Gerät welches Preislich die Mitte abdeckt , und für dauerhaften Einsatz geeignet ist:
Technische Daten für Collomix CX600 :
- 2-Gänge
- Leistung / Aufnahme 1600 Watt / 7,1 A
- Spannung 230 V
- Mischmenge bis 90 Liter
- Drehzahl unter Last 420/630 U/min.
- Preis ca 420,-Euro
und ein Gerät aus dem unteren Preisbereich:
Macallister Rührwerk
- Leistung 1300W
- Drehzahl 200-700 U/min
- max Mischmenge 90 Liter
- Gewicht 3,7 Kg
- Preis 129,-Euro
Verwendung/Bedienung:
Dieses Rührgerät wird zum Rühren von unterschiedlichsten Baumaterialien verwendet, wie zum Beispiel:
Mörtel, Putz, Beton…
Zur Handhabung wäre zu sagen das man das Gerät, besonders beim Rühren von Materialien mit dickeren Konsistenzen, stark festhalten sollte. Da man sich sonst verletzen könnte oder das Gerät aus den Händen rutscht.
-
-
Elektrischer Rührer
-
Okt
13
Kategorie:
Werkzeuge Glättkelle – Werkzeugbeschreibung:
Die sogenannte Glättkelle setzt sich aus einem Blech (ca. 13 x 28 cm) und einen daran angebrachten Griff zusammen.
Das Blech ist im normalfall aus Rostfreien Edelstahl hergestellt. Die Griffe können aus Holz oder Kunststoff bestehen.
Verwendung/Bedienung:
Dieses Werkzeug wird meist zum Spachteln oder Putzen verwendet. Mit Hilfe der Glättkelle können verschiedenste Werkstoffe, wie zb.Putzmörtel aufgetragen werden. Desweiteren ist diese Kelle eine große Hilfe wenn man schnell und unkompliziert einen rechten Winkel benötigt, da die Ecke ihrer kurzen und langen Seite einen solchen bilden.
-
-
Glättkelle mit Holzgriff
-
-
Glättkelle mit Kunststoffgriff
Okt
11
Kategorie:
Werkzeuge Schnurschlag-Werkzeugbeschreibung:
Der Schnurschlag (auch Schlagschnur genannt) besteht aus einem Behältnis, in dem pulverförmige Farbpigmente und ein schnurartiger Faden enthalten sind. Außen ist eine kleine Kurbel zum aufwickeln des Fadens angebracht. Zum nachfüllen der Farbpigmente gibt es zusätzlich eine kleine aufschiebbare Öffnung. Die Farbpigmente bekommt man im Handel in verschiedenen Farben.

Schnurschlag mit Nachfüllflasche
Verwendung/Bedienung:
Der Schnurschlag wird folgendermaßen bedient, man verbindet zuerst mit dem Faden die Makierungen die man vorher angezeichnet hat. Dabei hält man die Schnur über die Makierungen und Strafft diese. Nun wird durch das sogenannte “Schnipsen” eine farbliche Makierung auf dem Untergrund gebracht. Der Schnurschlag kann durch den
am Ende der Schnur angebrachten Haken, von einer Person bedient werden. Zu empfehlen sind aber zwei oder drei Personen. Das richtet sich auch nach der Distanz auf der der Schnurschlag eingesetzt wird.
Wichtig ist hier noch zu erwähnen das nach jeden “schnipsen” die Schnur eingerollt, und der Schnurschlag etwas geschüttelt wird. Beim nächsten herausziehen der Schnur wird der Schnurschlag mit der Öffnung
( wo der Faden herauskommt) nach unten gehalten. So können sich die Pigmente ideal mit der Schnur verbinden.
Anwendungsbeispiel für den Schnurschlag:
Nutzt man den Schnurschlag für Malerarbeiten, ist beim Kauf des Pigmentes auf die Farbe zu achten. Bei kräftigen Pigmentfarben, kann es bei späteren Streicharbeiten zu Problemen mit der Deckkraft kommen. Für die Wahl der richtigen Pigmentfarbe, ist immer entscheidend, welche Farbe hat mein Untergrund und in welchen Farbton soll die Schnurschlag Markierungslinie überstrichen werden.
Okt
09
Kategorie:
Untergründe Kalk wird aus den natürlichen Elementen Kalkstein, Kreide oder Marmor gewonnen. Kalk ist im Farbton blaß, fahl und hat eine schlechte Deckkraft.
Befindet sich die Kalkfarbe im Untergrund, muss man alles entfernen was nach dem Anstrich mit der Kalkfarbe an Beschichtungen folgte. Im Anschluss wird die betroffene Fläche gründlich abgewaschen.
wichtig:
Nachdem die Kalkfarbe komplett abgewaschen wurde, den Untergrund trocknen lassen und anschließend sorgfältig mit Tiefengrund grundieren.
so erhält man eine gute Haftbarkeit für nachfolgende Beschichtungen.