Raumparadies – Der Blog für Raumgestaltung

Do it yourself – Innenraumgestaltung selbst gemacht

Archive for August, 2009

Aug
31

Spachtel-Arten

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verschiedene Spachtelarten

Es gibt viele Arten von Spachtel für die unterschiedlichsten Anwendungen.

Meist werden sie jedoch zum Auftragen eines bestimmten Werkstoffes wie beispielsweise Spachtelmasse oder zum Ablösen von Materialien wie Farbe oder Tapeten verwendet.

Hier eine Auswahl der meist genutzten Spachtel:

Aug
27

Definition: Klarlack

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Unter Klarlack versteht man einen meist transparenten Lack, der als Beschichtungsstoff dient. Das heißt, er wird  als letzte Schicht auf einen Untergrund aufgetragen. Er wird wegen Eigenschaften wie Stoß- und Schlagfestigkeit oder aus dekorativen  Gründen verwendet.

Aug
25

Umgestaltung eines Couchtisches

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Bei einen Umzug ist man meist gezwungen, alte Möbel mit neuen zusammenzustellen. Weil man ja nicht sofort alle alten Möbel wegwirft und sich nagelneue kauft. Oft entsteht dann ein Farbkonflikt. Zum Beispiel passt der alte Beistelltisch nicht mehr zum neuen Teppich.
Die wenigsten wissen wie einfach man Möbel anpassen kann – Do it yourself !

In diesen Fall handelt es sich um einen schicken Couchtisch, dessen Beine leider nicht mehr farblich zum neu eingerichteten Wohnraum passen.

Lasierte Beine eines Couchtisches

Fertiger Couchtisch

Material für die Umgestaltung eines Couchtisches:

  • 100er Schleifpapier
  • Dickschichtlasur im gewünschten Farbton ( auf wasserlöslicher Basis )
  • Klarlack (stoß- und abriebfest, auf wasserlöslicher Basis)

Werkzeug für die Umgestaltung eines Couchtisches:

  • 2 Lasurpinsel (einen für den Klarlack, den anderen für die Lasur)
  • Klebeband

Arbeitsablauf:

Dieses Projekt funktioniert auch wunderbar mit furnierten Holz!
Am Anfang baut man die vier Füße vom Tisch ab und sorgt dafür, dass man einen Platz hat, wo man etwas Dreck machen kann. Dann werden mit Hilfe des Schleifpapieres die Tischbeine ordentlich angeschliffen. Wichtig ist hierbei in Holzmaserungsrichtung zu schleifen.

Ist dies getan, werden die Tischbeine  entstaubt und an das Holz anschließende Bauteile mit Klebeband abgeklebt. Jetzt kann mit dem Lasieren begonnen werden.

Lasieren:

Lasurpinsel

Lasurpinsel

Beim Lasieren werden mit dem Lasurpinsel geradlinige, langgezogene Streichbewegungen in Maserungsrichtung vollzogen.

Dabei wird mit der Menge der Dickschichtlasur sparsam gehaushaltet. Es ist darauf zu achten, dass sich keine Nasen und Fettkanten bilden. Je öfter man den Farbauftrag wiederholt desto dunkler wird der Anstrich.  Ratsam ist, nach jedem Farbauftrag den Anstrich trocknen zu lassen, dies gilt insbesondere bei furnierten Holz!

Ist der gewünschte Farbton erreicht, wird den Tischbeinen genug Trockenzeit gegeben – drei Stunden sollten genügen. Grundsetzlich ist hierbei immer auf die Herstellerangaben zu achten.

Nun wird der Klarlack aufgetragen. Er gibt dem Ganzen einen schönen Glanz und schützt die Beine vor Stößen.

Er wird in der gleichen Prozedur wie die Dickschichtlasur angewendet. Die Tischbeine werden 2-3 mal Klarlackiert, unter Berücksichtigung der Herstellertrockenzeiten. Staubtrocken ist er nach ca. einer Stunde, grifffest nach ca. drei Stunden und ausgetrocknet nach ca. dreizehn Stunden.

Als Letztes wird das Klebeband entfernt und die Beine wieder an den Tisch montiert.

Solch einen Tisch kann man noch mit der enstsprechenden Tischwäsche dekorieren.

Aug
19

Lack auf Basis von reinem Leinöl

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Es ist mal wieder soweit, meine Türen müssen lackiert werden. Auf der suche nach dem passenden Lack bin ich auf einen in Vergessenheit geratenen Lack gestossen. Einen Lack auf der Basis von Leinöl.

Leinöl, ist ein gut trocknendes, fettes Öl, dass aus den Samen des Flachses gewonnen wird. Es verfügt über ein hohes Kriechvermögen. Reines Leinöl wird in Frankreich hergestellt und auch in Deutschland vertrieben. Nach Angaben des Herstellers ist der Lack UV. beständig und Salzwasser fest, daher findet die Anwendung dieses Lackes auch oft in Werften statt. Er eignet sich sogar auf öligem Teakholz und für die Beschichtung von Metalluntergründen. Aufgund seines ölgehaltes platz der Lack nicht ab und schützt so vor Sonne und Wasser. Andere Anwendungsgebiete sind Parkett, Korkböden und alle Hölzer im Innenbereich. Im Außenbereich hat sich der Öllack bewährt, da er auf Grund seiner Elastizität die Bewegungen des Holzes mitmacht und wegen seines hohen Ölbestandteiles nicht zum Abplatzen neigt.

Der kleine Unterschied:

Die Trocknung erfolgt rein oxidativ. Bereits nach 2 Stunden ist der Lackfilm staubtrocken, nach 8 Stunden ausgehärtet und nach 24 Stunden überstreichbar. Zum Verdünnen des zähflüssigen Materials eignet sich Balsam-Terpentinöl. Der Lack verzichtet auf aromatische, chlorierte und ätherische Lösungsmittel. Die Geruchsbelästigung ist gering.

Der Lack auf reiner Leinöl Basis wird in Deutschland von Herrn Jürgen Kaminski vertrieben.

le-Tonkinois

le-Tonkinois

Nun steht für mich völlig ausser Frage welchen speziellen Lack ich zum lackieren meiner schönen altberliner Türen verwende.

Aug
18

Akkuschrauber BOSCH PSR 960

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Meinen letzten Akkuschrauber habe ich vor ca 2 Jahren gekauft, es handelte sich um einen Bosch PSR 960 mit 9,6V.Er hat 5 Drehmomentstufen und eine zum Bohren,sowie vor- und rücklauf wie die meisten Schrauber.
Leider habe ich damals nicht gewusst wie schwach der Akku dieses Werkzeuges ist. Ich habe ihn in mehreren Baubereichen testen können.
Das waren gelegentliche schraub Arbeiten im Haushalt wie zB. mal einen Schrank zusammen Bauen aber auch größere Bauvorhaben wie Trockenbau oder Tischler arbeiten.
Man erkennt schnell das die stärke dieses Gerätes keinesfalls der Akku ist, er reicht für schwache bis mäßige Ansprüche .Wer ihn aber professionell einsetzten möchte, dem ist gut geraten einen Akkuschrauber mit mehr Volt zu kaufen (14 – 18 V). Bei harter Beanspruchung ist der Akku merkbar schwach und sehr schnell runter.
Die stärke dieses Schraubers liegt im Gewicht, er wiegt mit Akku 1,24 kg und liegt ganz gut in der Hand. Der Verkaufspreis betrug damals 49,-Eur. man bekam dafür Schrauber, einen Akku,Ladegerät und ein Bit.
Alles schön verstaut in einem Koffer aus PVC.
Was ich als sehr schwach von seiten des Herstellers empfand, war der Preis eines 2. Akkus.  Sollte 49,-Eur kosten !!! Darauf hin kaufte ich mir wohl oder übel einen zweiten Schrauber mit Akku-da der ja genauso viel kostete wie ein einzelner Akku.
Ich werde mich in naher Zukunft von diesen Gerät verabschieden und mir einen neuen stärkeren Schrauber leisten.

Bosch-PSR-960

Aug
17

Ein neuer Anstrich für den Raum

Posted under Farbgestaltung

Ich habe mir ein neues Schlafsofa gekauft. Nun muss auch das Zimmer einen neuen Anstrich bekommen.
Aber wie machts der Profi der Raumgestaltung?

Material für den neuen Anstrich rundum das Schlafsofa:

  • 50er Kreppband ( die Zahl 50 bezieht sich auf Breite des Kreppbandes also 50 mm breit)
  • Folientesa 240er (die Zahl 240 bezieht sich auf Breite des Tesas also 240 mm breit)
  • Teleskopstange
  • Heizkörperpinsel/Maus/Rolle 24er jeweils mit dem passenden Gestänge(24=24 cm breite Rolle)
  • Farbe
  • Leiter
  • Abstreichgitter Spachtel/Cutter/Abstauber
  • leerer Farbeimer/Müllsack

Arbeitsablauf zur Raumgestaltung:

Ich habe damit begonnen, alles was ohne große Probleme aus dem Zimmer raus zu nehmen war, raus zu nehmen. Danach wurde der ganze Fußboden mit Malerteppich ausgelegt, so das, dass Laminat, Parkett oder der Teppich nicht mehr zu sehen war. Den Malerteppich fixierte ich mit Kreppband an den Fußleisten, somit kann der Malerteppich nicht so schnell verrutschen. Anschließend entstaubte ich die abzuklebenden Stellen (Lichtschalter, Fußleiste, Fensterrahmen/-brett usw.) Als nächstes klebte ich mit dem 50er Kreppband Lichtschalter, Fußleiste, Fensterrahmen, Fenstergriffe, Steckdosen, Türklinken und Türzarge ab und bemühte mich beim Abkleben einen winziger Spalt von einen Millimeter zu lassen. (Steckdosen und Lichtschalter können auch demontiert werden)

Tipp: wenn man nach dem Abkleben ein paar Schritte nach hinten geht, kann man sich vergewissern ob das Kreppband gerade geklebt wurde.

Mit dem Folientesa habe ich den Rest abgeklebt, wie zB. Fensterbank, Heizkörper, Schränke, Lampe, Schlafsofa, Vorhänge, sprich alle größeren Objekte. Danach nahm ich die Deckenfarbe, in meinem Fall weiß, brach sie leicht, indem ich ca 0,5 – 1 Liter Wandfarbe, in meinem Beipiel ocker, hinzugab und kräftig rührte.


wichtig:
Schön auf den Rand achten, es muss alles miteinander vermischt werden bis es einen warmen, mit ocker gebrochenen Deckenton ergibt. Das hat den Vorteil das am Ende das Gesamtbild besser miteinander harmoniert.

Zum Streichen brauche ich die Deckenfarbe, den Heizkörperpinselm, die Maus, die Rolle, die Teleskopstange und das Abstreichgitter. Maus und Rolle habe ich vor Gebrauch leicht angefeuchtet mit Wasser. Dann konnte es mit dem streichen los gehen. Ich tunkte die Pinselhaare zu einen Drittel in die Farbe ein und begann an der Fensterfront die Ecken der Decke gut durchzustreichen, ringsherum. Im Anschluss habe ich mit der maus nochmal über die so eben gestrichene Ecke gerollt.

Tipp: Wenn man um die Leiterfüße Tücher wickelt und mit Kreppband befestigt, schützt damit seinen Untergund vor einbeulungen, gerade bei Dielen oder Linolium

wichtig: Beim Streichen mit der Maus darauf achten, keine Fettkanten zu lassen und keine scharfe Farbkante zu streichen. Also Farbe zur Raummitte auslaufen lassen, wie eine Art Farbübergang.

Danach beschnitt ich die Deckenleuchten. Hier war ich sehr vorsichtig, da ich die erst vor ein paar Tagen auf www.deckenleuchten-lampen.de gekauft habe. Nachdem alles beschnitten war, nahm ich die Teleskopstange, stellte sie auf die gewünschte länge ein und schob das Rollengestänge mit der dazugehörigen 24er Walze herauf. Das Abstreichgitter kam in den Farbeimer. Dann begann ich die Rolle zu einem Drittel in die Farbe zu geben dabei wurde die Rolle über das Abstreichgitter gerollt. Dieser Vorgang wurde mehrmals wiederholt bis die Rolle gleichmäßig voll mit Farbe war. Damit man nicht so rumkleckert wiederholte ich den Ablauf erneut 3-5 mal aber diesesmal ohne dabei in die Farbe einzutunken.

Ich begann an der Stelle die Deckenfläche zuzurollen an der ich zuvor mit dem beschneiden begonnen hatte. Um eine gleichmäßige Deckkraft zu erlangen ist es wichtig zwei mal zu streichen, unter Berücksichtigung der Trockenzeit und nass in nass zu arbeiten. Also zügig arbeiten. Es ist wichtig mit der Rolle über den Beschnitt zu rollen (nass in nass). Man macht lange gleichmäßige Bewegungen und immer systematisch.

Das System: (Wird nur angewand bei breiten Räumen)

Man muss sich vorstellen, die Decke bestände aus zwei Deckengrossen, in der Deckenmitte einen halben Meter übereinanderliegenden, Lattenröste. Wenn man zur Fensterwand guckt, stellt das linke Lattenrost (erste Deckenhälfte) den ersten Streichvorgang dar. Immer im Zickzack rollen bis man am anderen Ende angekommen ist. Dann beginnt man wieder vorne und rollt das rechte Lattenrost (die zweite Deckenhälfte) zu und überlappt quasi das linke eben gestrichene Lattenrost immer um ca. einen halben Meter.

Mit diesem System war meine Decke auch ziemlich fix fertig gestrichen.

Anstrich der Wände:

Der Ablauf war nahezu identisch, bis auf das einteilen der Fläche in zwei Hälften. Ich begann wieder an der Fensterfront mit dem beschneiden der Ecken, Fußleisten, Lichtschalter usw. .

Tipp: Es wird immer von oben nach unten gearbeitet. Das heißt es wird mit dem beschnitt zur Decke begonnen. Man kann ruhig ein bis drei Millimeter platz zur Deckenecke lassen.

Es war nicht leicht einen langen geraden beschnitt zu streichen. Übung macht den meister. Nachdem alles beschnitten wurde nahm ich mir wieder die Teleskopstange mit der gründlich ausgewaschenen Rolle und rollt die Fläche schön satt im Zickzack Verfahren zu. Stets drauf acht geben, die Farbe gut, nach oben und unter auf der Wand zu verteilen.

Tipp fürs Streichen: Die frisch eingetunkte Rolle immer als erstes nach oben rollen, dann kleckert man nicht so. Immer daran denken, so weit wie möglich den Beschnitt mit der Rolle überzurollen (1. wegen der Deckkraft und 2. wegen der Struktur)

So arbeitete ich mich Wand für Wand vor, bis ich wieder am Anfang ankam. Dann wartete ich bis die Farbe trocken war und begann dann meinen zweiten Anstrich. Zu guter letzt habe ich schnell das ganze Kreppband und die Folie wieder entfernt und die Möbel wieder zurechgerückt. Fertig ist mein kleines Raumparadies rundum das neue Schlafsofa! Do it yourself!

Aug
16

Indirektes Leuchtbild hinter einer Laminatwand

Posted under Projekte

Als ich mir meinen schönen neuen Plasma Fernseher kaufte, wollte ich ihn mir nicht einfach nur so ins Wohnzimmer stellen. – Nein es sollte auch die Umgebung, sprich der Hintergrund, ein Hingucker werden! So entschloss ich mich, wie nachfolgend geschildert, zu diesem Eye-Catcher.

Material für den Bau einer Laminatwand

  • Klick – Laminat in entsprechender Menge (qm einfach ausrechnen)
  • Montagekleber für eine normale Ausdrückpistole (bitte den guten kaufen!)
  • Styroporplatten (stärke nach Belieben, qm ganau so viel wie Laminat)
  • Holz-Eckwinkel
  • Dickschichtlasur in Laminatfarbe
  • Silicon in Laminatfarbe
  • Lichterkette

Werkzeug für die Gestalung des Objektes

  • Cuttermesser
  • Wasserwaage
  • Stichsäge (besser kleine Tischkreissäge)
  • Ausdrückpistole
  • HolzSäge
  • Klebeband

Arbeitsschritte:

Vorab wollte ich noch erwähnen das sich dieses Projekt besonders für Miet-Wohnungen eignet, da maximal die Raufasertapete, auf der die ganze Laminatwand geklebt ist, entfernt werden muss, wenn man auszieht. Man kann solche Vorhaben sicherlich auch Massiv aus Steinen oder aus Trockenbau verwirklichen, dauert aber länger und der Aufwand ist größer.

Der Unterbau des Gestaltungsobjektes:

Nachdem ich eine geeignete größe für meine Laminatwand auf der idealerweise tapezierten Wand gefunden habe, markiere ich diese auf der Tapete. Man sollte dabei im Hinterkopf behalten das das Laminat etwa 5 cm ringsherum über dem Styropor hervor steht. Die höhen und längen Markierungen an der Wand werden nun zum Rechteck verbunden so das eine Fläche zu sehen ist. Diese Fläche beklebe ich jetzt indem ich den Kleber schlangenlinienförmig auf die Styroporplatten auftrage und diese dann an die Wand innerhalb meiner Makierungen klebe. Dabei achte ich darauf das ich im Versatz klebe, das heißt, wenn ich in der ersten Reihe mit einer ganzen Platte begonnen habe, sollte ich darüber ungefähr eine halbe Platte versatz haben.

Das Laminat:

Habe ich die Fläche voll beklebt, wende ich mich nun dem Laminat zu. Das Laminat wird mit hilfe des Montageklebers auf den Styroporuntergrund geklebt.
Man fängt unten links oder rechts mit der ersten Laminatplatte an. Bei allen Platten wird zuerst an den beiden kurzen Seiten, wo die nächsten Laminatplatten anschließen, die Federn abgesägt. Die obere und untere Feder bzw. Nut lässt man dran, die benötigen wir zum einklicken.
Mit einem Überstand am Rand von 5 cm werden die Platten auf das Styropor geklebt. Diese Prozedur setzt sich fort bis die Reihe voll ist, am Ende sägt man das Laminat einfach auf Maß ab.

Hier ein kleiner Tipp zum Sägen von Laminat:

Sägt man mit einer Stichsäge das Laminat, franst der Sägeschnitt oft aus. Um das zu vermeiden kann man vor dem Sägen das Klebeband auf die entsprechende stelle kleben .
Es sollte auf jeden Fall eine Verbesserung zu sehen sein , außerdem kann man auf dem Klebeband besser anzeichnen als auf dem puren Laminat.

In der darüberliegenden Schicht verwende ich idealerweise den Rest aus der ersten Schicht um auf einen Versatz zu kommen. Ideal wäre ein halber Versatz, viertel geht aber auch.
Auch diese Arbeitsschritte setzen sich bis in die letzte Reihe fort, wo man wieder auf den ungefähren Überstand nach oben von 5 cm achtet.

Als nächstes werden die Holz-Eckwinkel mit der Dickschichtlasur lasiert. Daran denken, immer langsame geradlienige Streichbewegungen machen. Je mehr Farbaufträge vollzogen werden desto dunkler wird der Ton. Wenn der gewünschte Farbton erreicht ist lassen wir die Eckwinkel trocknen (ca. 6h).
Nun werden die getrockneten Holz-Eckwinkel vorsichtig mit Hilfe von Montagekleber auf die Seitenkanten der Laminatwand gesetzt, an den Eckpunkten werden die Eckwinkel auf Gehrung geschnitten. Kleine sichtbare Lücken und Anschlüsse von Eckwinkel zum Laminat werden jetzt mit Hilfe des Silikons geschlossen.

Zu guter Letzt wird die entsprechend lange Lichterkette hinter dem Überstand des Laminates fixiert.

Damit wäre die Laminatwand mit indirekter Beleuchtung fertig. Do it yourself ;)

Aug
09

Verputzen einer Wand

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Herstellung eines einlagigen Putzes
Unverputztes Mauerwerk sieht nicht nur unschön aus, sondern ist auch noch uneben. Um diesen Zustand zu verändern, werde ich im Anschluss schildern wie man eine Wand verputzt.
Auf den fertigen einlagigen Putz kann nach Bedarf ein Anstrich oder eine zweite Lage (Oberputz) aufgebracht werden.

Material:

  • Putz und Mauermörtel (in ausreichender Menge, siehe Herstellerangaben)
  • Putzprofile (Sockelschienen, Abschlussschienen, Eckschutzschienen)
  • Putzprofilansetzmörtel

Werkzeug:

  • große und kleine Vierecks Kelle, Glättkelle
  • Mörtelkübel zum anrühren
  • Kartätche
  • Blechschere
  • elektrischer Rührer
  • Reibebrett (aus Hartgummi)

Arbeitsablauf:

Ich gehe hier von einer neu gemauerten Wand aus, bei der wir zunächst die Putzprofile setzen.
Man unterscheidet diese in Eckschutzschienen, Abschlussschienen, Rundbogenschienen und Sockelschienen und Außen- bzw. Innenbereich.
Für den Außenbereich gibt es verzinkte Profile mit Weißer Plaste Kante und Besandete (gräulich). Die für den Innenbereich sind nur verzinkt.
Ich persönlich favoritisiere Profile mit breiten Metallgewebeschenkeln – die lassen sich wesentlich besser verarbeiten.

Putzprofile setzen:

Um die Profile auf Maß zu schneiden benutzt man am besten eine Blechschere, man hält die entsprechende Putzschiene an die stelle wo ich sie später befestigen werde und gebe noch einen guten cm hinzu.
Als nächstes befestige ich die Profile mit dem dafür eingerührten Ansetzmörtel (Achtung: nicht zu viel einrühren- er bindet ziemlich schnell ab) , die Eckschutzschienen an den Ecken, die Abschlussschienen an den jeweiligen abschlüssen und die Sockelschiene wie der Name schon sagt am sockel.
Die Profile werden in Lot, Flucht und mit der Wasserwaage überprüft.
Sind alle Profile an der Wand gesetzt wird ihnen wenigstens ein knapper Tag Ruhe gegönnt. Das heißt, fängt man zu früh an die Profile zu belasten, werden sie wahrscheinlich abfallen und all die Arbeit war umsonst.

Angesetzte Putzschienen

Angesetzte Putzschienen

Das Putzen:


Nach genannter Aushärtezeit des Ansetzmörtels können wir uns jetzt den Putz einrühren, in diesem Fall ein Normaler Kalk-Zementmörtel zum Mauern oder Putzen. Dieser wird etwas dünner in der Konsistenz angerührt als wir ihn zum Mauern nehmen würden.
Zum Anrühren bitte ein geeignetes Rührwerk mit entsprechender Kraft verwenden. Ist der Putz eingerührt beginnt man mit dem Auftragen .

Wie trage ich den Putz auf ?

Es gibt 3 gängige Prozeduren.

Erstens: das Anwerfen des Mörtels ,

wird meist mit einer großen Dreieckskelle durchgeführt.

  • Vorteil: geht schnell
  • Nachteil: benötigt Übung und ein Umfeld das “verdreckt” werden kann, es spritzt nämlich .

Zweitens: das maschienelle Auftragen mit Hilfe einer Putzmaschiene.

  • Vorteil: große Zeitersparnis-viel Fläche in kurzer Zeit
  • Nachteil: ziemlich teuer, Kenntnisse mit dem Umgang der Maschine, zusätzliche Arbeiten wie Abkleben und Putzmaschienen-Reinigung.

Drittens: was meiner meinung nach für die meisten in Frage käme ist der Auftrag mit der Viereckskelle und derGlättkelle

  • Vorteil: kaum Kenntnisse erforderlich, nicht teuer, zusätzlicher Dreck hält sich in Grenzen
    Nachteil: dauert etwas.

Um ein zu rasches Ansteifen des aufgebrachten Putzes zu verhindern wird die Wand zunächst vorgenässt. In manchen Fällen kann man auch grundieren, meist reicht aber Wasser.

Jetzt wird eine entsprechende Menge Putzmörtel mit der Viereckskelle auf die Glättkelle gegeben und damit auf die Wand gezogen.
Diesen Arbeitschritt wiederholt man bis eine kleine Fläche von ca. 1m2 auf die Wand aufgetragen ist, und behilft sich nun der Kartätche. Mit dieser zieht man von rechts nach links, dann einmal umgekehrt ,und zum schluss noch einmal von unten nach oben. Wenn möglich sollte man unbedingt auf den Profilen mit der Kartätche abziehen. Nun sollte die Putzfläche schon relativ glatt und eben sein (je nach dem wie man vorher aufgetragen hat), noch vorhandene Löcher werden am besten mit dem Putz der sich auf der Kartätche befindet geschlossen.
Die Arbeitsschritte mit der Kartätche und dem auftragen des Putzes setzen sich solange fort bis ich eine fertige Wandfläche mit flächigem, lochfreiem Putz habe . Nach leichten Anziehen des Putzes ist es sinnvoll mit einem Flächenrabot über die Putzfläche zu gehen. Durch ihn werden Unebenheiten entfernt .

Flächen-Rabot

Flächen-Rabot

Wenn der Putz genug angezogen ist, wird die ganze Putzfläche mit einem Reibebrett und Wasser abgerieben. Das Abreiben schließt nochmal das Gefüge des Putzes und kleinere Unebenheiten und Löcher werden damit ausgeglichen bzw. geschlossen.

Arbeiten mit dem Reibebrett

Arbeiten mit dem Reibebrett

Nach entsprechender Aushärtung/Austrocknung (im Außenbereich sagt man 1,0 mm pro Tag – 1,4 mm sind Regelputzdicke) kann dann entweder ein Farbanstrich oder ein Oberputz zur weiteren optischen Aufwertung der Wand aufgetragen werden.
Für was sich auch entschieden wird, wichtig ist nur – vorher grundieren.

Fertig ist der einlagige Putz an einer Wand! Ich sag nur Do it yourself!